League of Ireland soll ab 2020 von eigener Organisation betrieben werden

Laut einem Artikel im Irish Independent soll die League of Ireland ab 2020 von einer neu zu gründenden Organisation betrieben werden. Dies sei das Ergebnis von Gesprächen zwischen der FAI und der Premier Club Alliance (PCA, ein Zusammenschluss der Premier Division-Vereine). Die Details, wie das Ganze aussehen soll, werden derzeit mit der Wirtschaftsberatungsfirma Deloitte ausgearbeitet. Es ist zu erwarten, dass diese Firma in einer noch genauer zu definierenden Form eine Partnerschaft zwischen der FAI und den Vereinen sein wird.

Wenn der Betrieb der Liga von dieser neuen Organisation unter Beteiligung der Vereine übernommen wird, wird das den Vereinen hoffentlich mehr Mitsprache und Einblick in die TV- und Sponsorenverträge gewähren, denn derzeit sind die aktuellen Verträge der FAI mit den Fernsehsendern und den Ligasponsoren offenbar aufgrund von Geheimhaltungsklauseln nicht einmal für die Vereine einsehbar. Niemand außer der FAI selbst weiß derzeit, wieviel Geld aus diesen Quellen eingenommen wird, was aus Sicht der Vereine natürlich ein klarer Mangel an Transparenz ist.

Ich bin mal sehr gespannt, wie das Ganze aussieht, wenn es dann soweit ist, ob es tatsächlich zu mehr Transparenz führt und welche weiteren positiven oder negativen Auswirkungen sich sonst noch ergeben.

Ach übrigens: Wer sich den Artikel durchliest, wird auch etwas über einen bevorstehenden saudischen Einstieg bei Galway United lesen. Ich habe dazu bislang noch nichts geschrieben, weil ich erst mal abwarten wollte, ob die Vereinsmitglieder auf einer am Montag stattfindenden außerordentlichen Mitgliederversammlung dem Einstieg zustimmen oder ihn ablehnen. In ein paar Tagen gibt es also vielleicht mehr dazu…

Erste Runde des Ligapokals ebenfalls wetterbedingt abgesagt

Nach der Absage der für dieses Wochenende angesetzten Ligabegegnungen sind nun auch die für Montag und Dienstag angesetzten Spiele der ersten Runde des Ligapokals wetterbedingt abgesagt worden. Weite Teile Irlands liegen derzeit unter einer geschlossenen Schneedecke und selbst wenn der Schnee bis dahin abtaut, werden die Platzverhältnisse wohl zu problematisch sein.

Nächster Spieltag wetterbedingt komplett abgesagt

Aufgrund eines Wintereinbruchs in Irland mit zu erwartenden starken Schneefällen hat die FAI in Absprache mit den Vereinen entschieden, alle für das kommende Wochenende angesetzten Spiele abzusagen. Die Absage war aufgrund der Wettervorhersagen schon zu erwarten, auch weil meines Wissens keines der Stadien in der League of Ireland eine Rasenheizung hat.

Der überwiegende Teil der Begegnungen soll nun am Montag, dem 19. März, nachgeholt werden.

FAI sperrt zwei Athlone-Spieler für jeweils 12 Monate

Im Fall des Wettmanipulations-Verdachts bezüglich der Partie zwischen Longford und Athlone im April hat die FAI Anfang der Woche ein Urteil gefällt und gestern bekannt gegeben: Zwei Spieler von Athlone wurden für schuldig befunden und für 12 Monate von jeglichen Aktivitäten mit Fußball-Bezug ausgeschlossen, also gesperrt.

Sowohl der Verein Athlone Town als auch die Spielergewerkschaft PFAI, die die beiden Spieler vertritt, haben in Reaktion darauf deutliche Kritik am Verfahren geäußert. Die Beweislage sei sehr dünn und das Urteil daher nicht nachvollziehbar. Die PFAI hat angekündigt, falls nötig bis vor den internationalen Sportsgerichtshof CAS zu ziehen.

Vorerst gehe ich allerdings davon aus, dass die Spieler in Athlones letzten drei Saisonspielen nicht mehr zum Einsatz kommen, zumal die Saison für Athlone inzwischen sowieso gelaufen ist und es um praktisch nichts mehr geht.

Nationale U15-Liga gestartet

Seit 2011 gibt es in Irland eine nationale U19-Liga (amtierender Meister: UCD), seit 2015 auch eine nationale U17-Liga (amtierender Meister: St. Patrick’s Athletic), und an diesem Wochenende hat die neugeschaffene U15-Liga den Spielbetrieb aufgenommen. Diese Jugendligen sind Teil eines langfristigen Konzepts der FAI, die Jugendförderung in Irland zu verbessern. Eine nationale U13-Liga wird voraussichtlich in zwei oder drei Jahren folgen.

Die neue U15-Liga besteht aus vier Staffeln mit je sechs Teams, also insgesamt 24 Teams. Die besten Teams aus den Staffeln spielen dann in einem Playoff-System den Meister aus. Neben U15-Vertretungen aller 20 Vereine der League of Ireland sind dies drei Jugendspielgemeinschaften aus den Countys Kerry, Mayo und Monaghan/Cavan sowie die U15-Vertretung des klassischen Schoolboy Clubs* St. Kevin’s Boys aus Dublin. Die Teilnahme von St. Kevin’s Boys ist dabei ein kleines Politikum, denn ursprünglich hieß es seitens der FAI, die Schoolboy Clubs sollten nicht direkt an der Liga teilnehmen, sondern Kooperationen mit den League of Ireland-Vereinen eingehen. Dass nun doch einer der Schoolboy Clubs direkt zugelassen wurde, sorgte sowohl bei League of Ireland-Vereinen als auch bei anderen Schoolboy Clubs für Unmut, da es so aussieht, als ob St. Kevin’s Boys eine Sonderbehandlung bekommen. In Reaktion darauf hat die FAI nun bereits vor dem Start der Liga bekannt gegeben, dass die Teilnahme von St. Kevin’s Boys eine einmalige Sache ist und diese ab der nächsten Saison ebenfalls mit einem League of Ireland-Verein (voraussichtlich Bohemians) kooperieren sollen.

* Schoolboy Clubs sind Vereine, die im Wesentlichen im Schüler- und Jugendbereich aktiv sind. Viele dieser Vereine haben derzeit kein großes Interesse an der League of Ireland, sondern versuchen die Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren in den Akademien englischer Vereine unterzubringen, natürlich gegen angemessene Ausbildungsvergütung.

Update zu Athlone Town und Bray Wanderers

Verschiedene Statements, die heute veröffentlicht wurden, nehme ich mal zum Anlass, ein Update zu Athlone Town und Bray Wanderers zu geben.

Zunächst zu Athlone: Nachdem die FAI kürzlich mitteilte, dass sie mehrere Mitglieder von Athlone Town beschuldigt, im Zusammenhang mit Wetten und Spielmanipulationen gegen die FAI-Regularien verstoßen zu haben, hat die Spielergewerkschaft PFAI noch am gleichen Abend mitgeteilt, gegen die offenbar zwei bezichtigten Spieler lägen keine klaren Beweise vor, und die PFAI werde die Rechte der betroffenen Spieler wenn nötig bis zum CAS verteidigen. Heute nun hat Athlone Town in einer längeren Mitteilung die Fairness des Verfahrens angezweifelt, da die FAI als Ermittler, Ankläger und Richter gleichzeitig auftrete. Der Verein bezeichnet das Verfahren in seinem Statement als Hexenjagd und vertritt wie auch die PFAI die Ansicht, dass es keine klaren Beweise gibt.

Bray Wanderers hatten Anfang Juli den Spielern mitgeteilt, dass das Geld nur noch für eine Woche reicht und sie daher andere Vereine kontaktieren könnten. Grund war offenbar der Absprung des Hauptinvestors. Letzte Woche Donnerstag hieß es dann, es sei ein neuer Geldgeber gefunden, die Spieler bleiben und der Spielbetrieb ist bis Ende der Saison gesichert. Wer der neue Geldgeber ist, wurde nicht erwähnt. Die Spieler waren daher skeptisch und forderten mit Unterstützung der PFAI den Verein auf, bis Montag eine glaubwürdige Garantie zu geben, dass das Geld da ist. Das ist nicht passiert, so dass die Spieler sich heute kollektiv auf die Transferliste setzen lassen haben (ob die das ohne Zustimmung des Vereins überhaupt können, weiß ich nicht). In Reaktion darauf hat die FAI den Spielern und dem Verein nahegelegt, sich einen Mediator zu suchen, um die Situation beizulegen.

Meinem Eindruck nach zieht sich die Situation sowohl in Athlone als auch in Bray noch eine Weile hin.

FAI erhebt Klage gegen Mitglieder von Athlone Town

Nachdem es einige Wochen lang still um die Wettaffäre in Athlone geworden war, gibt es nun Neuigkeiten: Die FAI erhebt Klage gegen einige Mitglieder des Vereins.

Wer genau beschuldigt wird, wurde bislang nicht bekannt, wohl aber die Vorwürfe, die sich auf die FAI-Regularien in den folgenden Punkten beziehen: Das Spiel in Verruf bringen, Spielmanipulation und Wetten/Glücksspiel. Eine erste Anhörung des Disziplinarkommittees findet am 3. August statt, bis dahin wird man wohl mindestens abwarten müssen, welche weiteren Folgen sich hier ergeben.

Update im Fall Athlone

Eine Woche ist es nun her, dass die FAI bekannt gegeben hat, dass gegen Athlone Town ermittelt wird. Was ist seitdem passiert? Ein Versuch eines kurzen Überblicks ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
3. Mai: Die FAI gibt bekannt, aufgrund eines von der UEFA erhaltenen Berichts gegen Athlone Town zu ermitteln. Es geht um Wetten in Verbindung mit der 1:3 Niederlage gegen Longford Town am 29. April. Auch die irische Polizei wurde eingeschaltet.
Athlone Town äußert sich in einer ersten Stellungnahme schockiert über die Vorwürfe und verspricht volle Kooperation.

4. Mai: Verschiedene irische Medien zitieren aus dem UEFA-Bericht. Die UEFA schreibt von klaren und überwältigenden Beweisen, dass das Spiel gegen Longford mit dem Ziel, Wettgewinne zu erzielen, beeinflusst wurde. Die ungewöhnlichen Quotenverläufe auf asiatischen Märkten betreffen die Anzahl der Tore in der ersten Halbzeit, die Anzahl der Tore insgesamt und die Tordifferenz. Es ist von Wetteinsätzen in Höhe von 400000€ die Rede. Drei Athlone-Spieler, die allesamt kurz vor der Saison nach dem Einstieg eines namentlich nicht genannten Investors zum Verein gekommen sind, sind bereits vorher mehrfach an auffälligen Spielen beteiligt gewesen, bei zweien der Spieler waren es sogar je 17 auffällige Partien.

5. Mai: Die FAI untersucht nun nicht nur das Ligaspiel gegen Longford, sondern noch zwei weitere Spiele. Konkret benannt wurden diese Spiele zunächst nicht, es soll sich aber um die Ligapartie gegen UCD (8. April, 1:4) und die Ligapokal-Partie gegen Longford (4. April, 3:4) handeln.
Die Irish Sun berichtet, dass Athlones Sportdirektor, der mit den Investoren an Bord gekommen ist, vorher mit zwei anderen Vereinen über ein Investment gesprochen hat, aber bei beiden abgeblitzt ist. Die beiden anderen Vereine waren Bohemians und Cobh Ramblers.
Auf dem Platz gewinnt Athlone Town mit 2:1 gegen Cobh Ramblers. Zwei der drei oben genannten Spieler standen dabei auf dem Platz.

7. Mai: Athlone Town veröffentlicht eine weitere Stellungnahme. Darin wird erneut die volle Kooperation versprochen und darüber hinaus gefordert, dass die irische Polizei, Europol, Interpol und die UEFA parallele Ermittlungen aufnehmen sollen.
Einer der drei oben genannten Spieler (Athlones Torwart) gibt ein Zeitungsinterview, in dem er alle Vorwürfe bestreitet und sagt, er sei einfach kein guter Torwart, sonst wäre er bei Real Madrid.

8./9. Mai: Befragungen von Spielern, Trainern und Vereinspersonal durch die FAI. Dabei verlangt die FAI auch die Herausgabe von Kontoauszügen und Telefon-Verbindungsdaten.
Ein lokales Konsortium bietet an, den Verein zu übernehmen, unter der Voraussetzung, dass die aktuelle Vereinsführung abtritt.

Fortsetzung folgt…

FAI ermittelt gegen Athlone Town

Die FAI hat heute bekannt gegeben, dass sie auf der Basis eines von der UEFA erhaltenen Berichts Ermittlungen gegen Athlone Town eingeleitet hat. In dem Bericht geht es offenbar um ungewöhnliche Bewegungen in internationalen Wettmärkten im Zusammenhang mit der Begegnung gegen Longford Town am letzten Wochenende (Longford gewann 3:1). Eine Kopie des Berichts wurde auch an die Garda Siochana (die irische Polizei) geschickt. Ab der nächsten Woche sollen Spieler, Trainer und Vereinsoffizielle befragt werden. Sieht alles momentan nicht sehr gut aus für Athlone.

Alle Vereine erhalten Lizenzen für die Saison 2017

Alle Vereine der Premier und First Division haben ihre Lizenzen für die kommende Saison erhalten. Die zwölf Vereine der Premier Division sowie die Vereine Waterford FC und Longford Town haben eine Premier Division-Lizenz erhalten, die anderen sechs Vereine der First Division eine First Division-Lizenz. Das bedeutet nun natürlich nicht, dass Waterford und Longford jetzt in die Premier Division versetzt werden, sondern nur, dass sie die höheren Anforderungen der Premier Division erfüllen.

Als Wackelkandidaten für die Lizenzvergabe hätte ich Wexford FC und Athlone Town eingeschätzt, Wexford wegen der gerade erst erfolgten Neuaufstellung, Athlone wegen der Probleme aus der vorigen Saison (ausstehende Zahlungen an Spieler etc.), bei denen zumindest öffentlich nicht so recht bekannt ist, in welchem Umfang die ausgeräumt sind. Offenbar hat es aber bei beiden Vereinen dazu gereicht, die FAI zufrieden zu stellen.