Shamrock Rovers und St. Patrick’s Athletic mit Siegen in der Conference League-Qualifikation

Shamrock Rovers und St. Patrick’s Athletic haben heute in den Hinspielen der zweiten Runde der Conference League-Qualifikation vorgelegt.

0:4

Am frühen Abend waren Shamrock Rovers bei St. Joseph’s FC in Gibraltar gefordert. In der vorigen Saison war St. Joseph’s an Shelbourne gescheitert, und falls sie es diesmal gegen einen irischen Verein besser machen wollten, hat das nicht wirklich geklappt. Shamrock Rovers waren durch Rory Gaffney in der 13. Minute in Führung gegangen, und dieser Spielstand hielt bis Mitte der zweiten Halbzeit, als Shamrock Rovers innerhalb von weniger als 10 Minuten drei Tore nachlegten. Danny Mandroiu in der 67., John McGovern in der 73. und Jack Byrne in der 75. Minute sorgten für einen Endstand, mit dem Shamrock Rovers schon mit anderthalb Beinen in der nächsten Runde stehen. Gegner dort wäre übrigens der Sieger aus Ballkani FC (Kosovo) gegen FC Floriana (Malta), Ballkani liegt nach dem Hinspiel vorne.

1:0

Weniger Tore, aber ebenfalls einen Sieg gab es für St. Patrick’s Athletic am späteren Abend gegen Nomme Kalju aus Estland. In gewisser Weise wiederholte sich das Geschehen aus dem Hinspiel der ersten Runde, wo St. Patrick’s Athletic gegen FC Hegelmann das Spiel dominierte, aber erst spät die Führung erzielen konnte. Wieder waren die Iren dominant, nutzen aber ihre vielen Chancen nicht. Mitte der zweiten Halbzeit flogen innerhalb weniger Minuten zwei Spieler von Nomme Kalju mit Gelb-Rot vom Platz (an den Platzverweisen gab es wenig zu diskutieren), so dass St. Patrick’s Athletic die letzten 20 Minuten mit zwei Mann Überzahl spielte und quasi Einbahnstraßenfussball auf das gegnerische Tor statt fand. Trotzdem dauerte es bis zur 90. Minute, bis Chris Forrester den völlig verdienten Treffer zum 1:0 landen konnte. Nur 1:0 am Ende, was bei laut UEFA-Statistik 32:2 Torschüssen doch mehr hätte sein dürfen.

Sollte St. Patrick’s Athletic weiterkommen, wartet in der nächsten Runde übrigens ein schwerer Brocken: Der Verlierer der Europa League-Qualifikationspartie zwischen Besiktas Istanbul und Schachtar Donezk. Nach dem Hinspiel sieht es so aus, als ob es wohl Besiktas wird. Bei allem Optimismus dürften beide möglichen Gegner für St. Patrick’s Athletic wohl eine Nummer zu groß sein.

Shelbourne verliert zu Hause gegen Qarabag

0:3

Shelbourne kann wohl schon nach dem Hinspiel gegen Qarabag für die Europa League-Qualifikation planen, denn die Chancen, in der Champions League-Qualifikation zu bleiben, haben schon einen deutlichen Dämpfer erhalten. Qarabag traf in der 13. Minute zur Führung und bestimmte über weite Strecken das Spiel. Weitere Tore fielen aber erst in der Schlussphase: Qarabag stellte mit Toren in der 81. und 85. Minute den Endstand her. Shelbourne tritt also mit einem deutlichen Rückstand die lange Reise nach Aserbaidschan an.

Wenn Shelbourne, wie nun zu erwarten ist, gegen Qarabag in der Champions League-Qualifikation scheitert, geht es in der Europa League-Qualifikation weiter. Gegner dort wäre der Verlierer der Begegnung zwischen HNK Rijeka (Kroatien) und Ludogorets Rasgrad (Bulgarien). In der Begegnung endete das Hinspiel torlos. Sollte Shelbourne wider Erwarten doch noch weiterkommen, wäre der nächste Gegner in der Champions League-Qualifikation der Sieger aus Shkendija Tetovo (Nordmazedonien) gegen FCSB (Rumänien). Shkendija führt nach dem Hinspiel mit 1:0.

St. Patrick’s Athletic in der Conference League-Qualifikation eine Runde weiter

0:2
(0:3 nach Hin- und Rückspiel)

St. Patrick’s Athletic ist weitgehend ungefährdet in die zweite Runde der Qualifikation zur Conference League eingezogen. Nach dem 1:0-Hinspielsieg letzte Woche gab es gestern Abend im Rückspiel einen Auswärtssieg beim FC Hegelmann in Litauen. Ein frühes Tor von Mason Melia in der 6. Minute brachte die Gäste in Führung, und in der 56. Minute legte Kian Leavy noch eins nach. So gewann St. Patrick’s Athletic mit 2:0 und steht in der zweiten Runde. Gegner dort wird Nomme Kalju aus Estland, das sich in der ersten Runde gegen Partizani Tirana aus Albanien durchsetzte. Auch Shamrock Rovers kennen nun ihren Gegner in der zweiten Runde: St. Joseph’s FC aus Gibraltar, das sich in der ersten Runde nach Verlängerung gegen Cliftonville aus Nordirland durchgesetzt hat. Erst im letzten Jahr ist St. Joseph’s übrigens in der ersten Runde an Shelbourne gescheitert.

St. Patrick’s Athletic – Nomme Kalju
St. Joseph’s FC – Shamrock Rovers

Shelbourne zieht mit Unentschieden in die nächste Runde der Champions League-Qualifikation ein

1:1
(1:2 nach Hin- und Rückspiel)

Shelbourne ist in die zweite Runde der Champions League-Qualifikation eingezogen. Nach dem Hinspielsieg gegen Linfield reichte gestern Abend in Belfast ein Unentschieden zum Weiterkommen. Linfield hatte zunächst den besseren Start, aber es war Shelbourne, das in der 25. Minute durch einen Schuss von Ali Coote von der Strafraumgrenze in Führung ging. Diese Führung hielt bis zur Nachspielzeit der ersten Hälfte, als die Gastgeber einen Handelfmeter zugesprochen bekamen. Der frühere Dundalk-Spieler Chris Shields verwandelte den Elfer souverän zum Ausgleich. Noch im weiteren Verlauf derselben Nachspielzeit traf Kerr McInroy zur vermeintlichen erneuten Führung für die Gäste, aber der Treffer wurde nach VAR-Überprüfung wegen eines Trikotzupfers in der Entstehung aberkannt, und es ging mit 1:1 in die Pause. In der zweiten Hälfte sah ein Spieler von Linfield in der 64. Minute Rot für ein grobes Foul, und ab da war die Begegnung im Wesentlichen gelaufen.

In der nächsten Runde trifft Shelbourne nun auf Qarabag Agdam aus Aserbaidschan, was zumindest auf dem Papier eine deutlich schwerere Aufgabe sein dürfte.

Shelbourne – Qarabag Agdam

St. Patrick’s Athletic legt gegen Hegelmann vor

1:0

Nachdem gestern bereits Shelbourne in der Champions League-Qualifikation unterwegs war, war heute St. Patrick’s Athletic dran, zu Hause gegen FC Hegelmann aus Litauen. Vor ausverkaufter Kulisse (nur etwas über 2000 Zuschauer, da ja in europäischen Spielen nur Sitzplätze zugelassen sind) dominierte St. Patrick’s Athletic von Beginn an, die Gäste lauerten im Wesentlichen auf Konter. In der 17. Minute trafen die Hausherren die Latte, und auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte waren sie, bis auf eine kurze Phase um die 25. Minute herum, meist im Vorwärtsgang. In der 35. gab es eine Szene, wo der litauische Torwart an der Strafraumgrenze einen hohen Ball abfing und dann mit dem Ball in den Händen außerhalb des Strafraums war (im Stream recht eindeutig zu erkennen), aber das Schiedsrichtergespann hatte das unerklärlicherweise anders gesehen und VAR gibt es in dieser Runde der Conference League-Quali nicht. So blieb die Pfeife stumm und es ging 10 Minuten später torlos in die Pause.

Die zweite Hälfte ging weiter, wie die erste aufgehört hatte: St. Patrick’s Athletic bestimmte weitgehend das Spiel, Hegelmann versuchte zu kontern. Doch an der Chancenauswertung haperte es lange, und schließlich musste ein Elfmeter her: Nachdem es schon Sekunden zuvor eine elfmeterreife Situation gab, wo der Schiedsrichter Vorteil laufen und weiterspielen ließ, wurde Barry Baggley von hinten gefoult und der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Der kurz zuvor eingewechselte Aidan Keena trat an und verwandelte in der 81. Minute souverän unten links zum 1:0. Weitere Angriffe in den letzten 10 Minuten der Partie brachten nichts weiter ein, so dass das 1:0 auch der Endstand war. Laut offiziellen UEFA-Statistiken betrug das Chancenverhältnis am Ende 23:5, von daher hätten es eigentlich 1 oder 2 Tore mehr sein dürfen. Aber zumindest hat St.Patrick’s Athletic vorgelegt und reist mit einer Führung im Gepäck nach Litauen.

Shelbourne startet mit Sieg in die Champions League-Qualifikation

1:0

Die neue Europapokalsaison ist eröffnet. Zum Auftakt empfing der irische Meister Shelbourne heute den nordirischen Meister Linfield zum Nachbarschaftsduell. Die Hausherren spielten in der Partie vor 3600 Zuschauern überwiegend im Vorwärtsgang, Linfield verteidigte. Mitte der ersten Hälfte bekam Shelbourne zunächst einen Handelfmeter zugesprochen, aber nachdem der VAR sich einschaltete, wurde diese Entscheidung revidiert. So dauerte es bis zur 58. Minute, bis ein Treffer fiel: Der kurz zuvor eingewechselte Sean Boyd spielte Mipo Odubeko mit einem guten Pass frei, der schloss mit einem Linksschuss ins rechte untere Eck zum 1:0 ab. Auch in der Folge war Shelbourne einem weiteren Tor mehrfach näher als Linfield, und mit etwas besserer Chancenverwertung hätte ein höherer Sieg herausspringen können. So geht es mit einer denkbar knappen Führung ins Rückspiel nächste Woche.

Shamrock Rovers steigen gegen St. Joseph’s oder Cliftonville in die Europapokalsaison ein

Nachdem vorgestern die erste Runde der Europapokalqualifikation ausgelost wurde, folgte gestern die zweite. In der Champions League-Qualifikation trifft der Sieger aus Linfield gegen Shelbourne auf Qarabag FK aus Aserbaidschan, ein schweres Los. Der Verlierer trifft in der zweiten Runde der Conference League-Quali im Meisterpfad auf den Verlierer aus Zalgiris Vilnius (Litauen) gegen Hamrun Spartans (Malta). Das klingt deutlich machbarer.

Im Hauptpfad der Conference League-Qualifikation steigen Shamrock Rovers in der zweiten Runde ein (auf dem von Drogheda United „geerbten“ Platz). Gegner dort wird entweder St. Joseph’s FC (Gibraltar) oder Cliftonville FC (Nordirland). St. Patrick’s Athletic treffen, wenn sie sich in der ersten Runde durchsetzen, in der zweiten Runde auf Nomme Kalju aus Estland oder FK Partizani Tirana aus Albanien. Alles keine hochkarätigen Gegner, aber natürlich muss man auch die erst mal schlagen.

Shelbourne trifft in Champions League-Qualifikation auf Linfield

Heute wurden die Begegnungen der ersten Qualifikationsrunde in den europäischen Wettbewerben ausgelost, wie immer mit irischer Beteiligung. In der Champions League-Qualifikation kommt es dabei zum Nachbarschaftsduell: Shelbourne trifft auf den nordirischen Meister Linfield FC. In einem UEFA-Wettbewerb sind die beiden Vereine bislang noch nicht aufeinandergetroffen, aber in den Jahren 2005 und 2006 im damals existierenden Setanta Sports Cup zwischen irischen und nordirischen Vereinen. Damals hatte Linfield in beiden Begegnungen das bessere Ende für sich. In UEFA-Wettbewerben war Linfields letztes Duell gegen einen Verein aus der League of Ireland die erste Runde der Europa League-Qualifikation 2016 gegen Cork City, wo sich Cork City durchsetzte.

Shelbourne – Linfield

In der Qualifikation zur Conference League sind Shamrock Rovers durch den Ausschluss von Drogheda United in die zweite Runde aufgerückt, so dass in der ersten Runde St. Patrick’s Athletic der einzige irische Vertreter im Lostopf war. Als Erstrundengegner für die Pats wurde der FC Hegelmann aus Litauen gezogen. Hegelmann ist auf europäischer Ebene noch ein ziemlich unbeschriebenes Blatt, sie sind erst zum zweiten Mal überhaupt dabei (das erste Mal war vor zwei Jahren). Wenig überraschend gibt es damit noch keine Erfahrung gegen irische Gegner. St. Patrick’s Athletic haben ihrerseits bislang einmal mit einem Gegner aus Litauen zu tun gehabt und sind in der Saison 2013-14 in der ersten Qualifikationsrunde zur Europa League an Zalgiris Vilnius gescheitert.

St. Patrick’s Athletic – FC Hegelmann

CAS-Entscheidung: Droghedas Ausschluss aus der Conference League-Qualifikation ist bestätigt

Im Kampf um die Teilnahme an der Qualifikation zur Conference League hat Drogheda United vor dem CAS den Kürzeren gezogen: Wie aus der Pressemitteilung des CAS hervorgeht, wurde die Berufung gegen die UEFA-Entscheidung, Drogheda auf Basis der Multi-Klub-Regeln auszuschließen, abgelehnt. Damit bleibt Drogheda die Teilnahme an der diesjährigen Conference League-Qualifikation verwehrt. Der Verein hat sich auch bereits dazu geäußert und ist verständlicherweise enttäuscht.

Irland wird damit diese Saison nur mit drei Vereinen international vertreten sein, da keiner der Vereine von Platz 4 der letzten Saison abwärts eine UEFA-Lizenz beantragt hat und es deswegen keinen Nachrücker gibt.

Drogheda United droht Ausschluss aus Conference League-Qualifikation, will vor den CAS ziehen

Drogheda Uniteds Teilnahme an der Qualifikation zur Conference League ist mehr als fraglich: Die UEFA hat dem Verein offenbar mitgeteilt, dass er nicht am Wettbewerb teilnehmen darf, wie aus einem heutigen Statement des Vereins hervorgeht.

Was ist da los? Drogheda hatte im November durch den FAI-Cup-Sieg die sportliche Qualifikation für die Teilnahme an der Conference League-Quali erreicht. So weit, so gut. Zum Problem wurde für Drogheda nun, dass sich am 1. Juni dieses Jahres der dänische Verein Silkeborg IF als einer der letzten Teilnehmer für den gleichen Wettbewerb qualifizierte – und beide Vereine gehören zur Trivela-Gruppe und haben damit den gleichen Eigentümer. Die UEFA-Regularien zu Multi-Klub-Modellen erlauben aber nicht die gleichzeitige Teilnahme zweier Vereine mit dem gleichen Eigentümer (vereinfacht gesagt). Es ist aber meines Wissens bislang nie ein Verein deswegen ausgeschlossen worden, man hat in ähnlichen Fällen, z.B. bei den Red Bull-Vereinen Salzburg und Leipzig, immer eine Lösung gefunden. Drogheda United wäre also der erste Verein, der wegen dieser Regeln ausgeschlossen werden würde, während man mit größeren Vereinen in der Vergangenheit anders verfahren hat.

Warum soll nun Drogheda ausgeschlossen werden und nicht Silkeborg? Hier ist nun die Position in der Abschlusstabelle der jeweiligen Liga entscheidend, und Silkeborg wurde Siebter, Drogheda nur Neunter. Also ist Silkeborg hier bevorzugt.

Drogheda United hat in dem heutigen Statement mitgeteilt, beim internationalen Sportgerichtshof CAS Berufung gegen die Entscheidung einzulegen. Ob das mit Hinblick auf die Kürze der Zeit bis zur Auslosung der ersten zwei Qualifikationsrunden noch rechtzeitig ist, muss man wohl abwarten.

Wer würde im Falle von Droghedas Ausschluss eigentlich nachrücken? Hier wird es nun etwas absurd: Von der Tabellensituation her wäre Derry City als Vierter der vergangenen Saison der Nachrücker, aber offenbar hat Derry keine UEFA-Lizenz beantragt, und von den Vereinen dahinter auch keiner. Shamrock Rovers würden für Drogheda in die zweite Qualifikationsrunde aufrücken, aber ein irischer Platz in der ersten Qualifikationsrunde bliebe dann leer und Irland hätte nur drei Teilnehmer im internationalen Geschäft (Shelbourne in der Champions League-Quali, Shamrock Rovers und St. Patrick’s Athletic in der Conference League-Quali). Dass keiner der Vereine von Platz 4 abwärts eine Lizenz beantragt hat für den Fall, dass ein Platz frei wird, ist wirklich schwer nachzuvollziehen.