Insolvenzverfahren für Limerick FC

Dass Limerick FC finanziell nicht gerade auf Rosen gebettet ist, ist schon länger bekannt. Bereits letzte Saison gab es Unregelmäßigkeiten bei der Zahlung der Gehälter, was sich diese Saison offenbar wiederholte. Im Sommer haben einige Spieler deswegen den Verein verlassen. Vor einigen Tagen wurde dann vermeldet, dass der Verein „Examinership“ beantragt, ein Verfahren im irischen Insolvenzrecht, bei dem dem Verein vom Gericht ein „Examiner“ zugeteilt wird. Aufgabe des Examiners ist es, die Situation eines Unternehmens zu analysieren und einen Insolvenzplan zu entwickeln, der den Gläubigern vorgelegt wird, mit dem Ziel, das Unternehmen wenn möglich zu erhalten. Dieser Examiner wurde nun zugewiesen, womit Limerick FC offiziell in einem Insolvenzverfahren ist.

Neben dem Insolvenzverfahren läuft seit einigen Tagen auch eine Untersuchung wegen möglicherweise verschobenen Spielen mit Beteiligung von Limerick FC. Besonderer Augenmerk liegt dabei wohl auf der verlorenen Pokalpartie gegen Sligo Rovers, als gleich drei Limerick-Spieler vom Platz gestellt wurden. Alles in Allem also keine guten Zeiten für Limerick. Da die reguläre Saison in der First Division in wenigen Wochen vorbei ist und Limerick die Playoffs nicht mehr erreichen kann, ist wohl damit zu rechnen, dass die laufende Saison noch zu Ende gespielt wird. Was danach passiert, hängt wohl vom Verlauf des Insolvenzverfahrens ab. Die FAI scheint aber ein Interesse daran zu haben, dass die Stadt Limerick weiterhin in der League of Ireland vertreten ist, sei es durch Limerick FC nach einem erfolgreichen Abschluss des Insolvenzverfahrens oder durch einen neuen Verein, der an Stelle von Limerick FC eine Lizenz beantragt.

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