Nachdem Irland am Wochenende die Playoffs zur WM erreicht hat, war heute die Auslosung eben dieser Playoffs. Mit folgendem Ergebnis: Irland muss gegen Tschechien auswärts antreten. Irlands letzte Pflichtspiele gegen Tschechien sind schon eine Weile her: In der Qualifikation zur EM 2008 gab es ein Unentschieden zu Hause und eine Auswärtsniederlage. Eine Auswärtsniederlage gilt es diesmal natürlich unbedingt zu vermeiden…
Sollte sich Irland gegen Tschechien durchsetzen, folgt ein Heimspiel gegen den Sieger der Begegnung zwischen Dänemark und Nordmazedonien. Gewinnt Irland auch das, geht es zur WM. Die Playoffs finden übrigens Ende März statt, bis dahin ist also noch etwas Zeit.
Kürzlich hatte ich schon mal kurz erwähnt, dass Irlands U17-Nationalmannschaft derzeit bei der U17-WM ist. Heute ist dieses Abenteuer zu Ende gegangen, aber insgesamt konnte sich das Abschneiden durchaus sehen lassen.
Die WM fand in Katar statt, und zum ersten Mal nahmen 48 Mannschaften teil, womit auch Teilnehmer dabei waren, die nicht unbedingt als Fussballnationen bekannt sind. Vielleicht ein Vorgeschmack auf die Männer-WM im kommenden Jahr, die auch erstmals mit 48 Mannschaften stattfinden wird…
In der Gruppenphase hatte Irland es mit Panama, Usbekistan und Paraguay zu tun. Zum Auftakt gab es ein souveränes 4:1 gegen Panama, dann ein 2:1 gegen Usbekistan, und im letzten Gruppenspiel reichte ein 0:0 gegen Paraguay zum Gruppensieg. Als Nächstes folgte das Sechzehntelfinale gegen Kanada. Nach regulärer Spielzeit stand es 1:1, und da bei der U17 nicht mit Verlängerung gespielt wird, musste das Elfmeterschießen entscheiden. In einem qualitativ hochwertigen Schießen gewann Irland am Ende mit 9:8 (9 von 10 Elfmetern verwandelt, Kanada hatte 8 von 10). Heute folgte das Achtelfinale, und gegen die Schweiz war mit 1:3 Endstation. Alles in Allem ein gutes Turnier und für die Spieler sicher eine wertvolle Erfahrung. Und vielleicht sieht man den Einen oder Anderen von ihnen ja in ein paar Jahren auch in der A-Nationalmannschaft.
Im heutigen letzten Gruppenspiel der WM-Qualifikation waren die Eingangsvoraussetzungen recht klar: Ungarn würde ein Unentschieden für Platz 2 und damit die Teilnahme an den Playoffs reichen, Irland brauchte einen Sieg.
Aus irischer Sicht begann die Partie in Ungarn absolut nicht planmäßig: Ungarn ging nach nur drei Minuten nach einem Eckball in Führung. Diese Führung hielt aber nicht lange: Troy Parrott traf in der 15. Minute per Elfmeter, nachdem Chiedozie Ogbene im Strafraum gefoult worden war. Nach dem Ausgleich war Irland aber eine Zeit lang recht passiv unterwegs, Ungarn bestimmte die Partie und traf in der 37. Minute mit einem sehenswerten Tor zur erneuten Führung. Erst danach ging es für Irland wieder mehr nach vorne, aber es ging mit einer 2:1-Führung für Ungarn in die Halbzeitpause.
Die zweite Halbzeit sah lange danach aus, dass Ungarn mit der Führung zufrieden war und Irland wenig einfiel. Doch mit offensiven Wechseln im Laufe der Halbzeit (Irland musste ja schließlich gewinnen) kam mehr Schwung ins irische Angriffsspiel. Adam Idah überlupfte in der 72. Minute den ungarischen Torhüter, stand aber beim Zuspiel im Abseits. Besser machte es dann Troy Parrott in der 80. Minute: Ebenfalls per Lupfer und diesmal nicht im Abseits traf er zum 2:2-Ausgleich. Nun versuchte Ungarn in der Schlussphase so viel Zeit wie möglich von der Uhr zu nehmen, Irland warf auf der Suche nach dem Siegtreffer alles nach vorne. Als die reguläre Spielzeit und auch die Nachspielzeit schon fast um war, schlug Parrott dann in Minute 90+6 noch mal zu: Sein Laufweg durch die ungarische Abwehr brachte ihn mit der Fußspitze an einen von Liam Scales per Kopf verlängerten Ball, den er am Torhüter vorbei zum 3:2 für Irland ins Netz schob. Damit schoss er Irland in die Playoffs, Ungarn ist raus. Das andere Gruppenspiel gewann Portugal währenddessen deutlich mit 9:1 gegen Armenien, womit sich die Portugiesen den Gruppensieg und die Qualifikation zur WM sicherten.
Gestern Abend war wieder WM-Qualifikation angesagt, Irland hatte den Gruppenersten aus Portugal zu Gast. Die Favoritenrolle der Portugiesen schien klar, und vor dem Spiel hätten die meisten irischen Fans vermutlich ein Unentschieden als das maximal Mögliche angesehen. Da Ungarns 1:0-Sieg in Armenien bereits feststand, war auch klar, dass Irland ohne mindestens einen Punktgewinn keine Chancen mehr auf die WM-Teilnahme hätte.
Portugal versuchte, von Anfang an das Spiel zu machen, frühe Chancen durch Cristiano Ronaldo brachten aber nichts ein. Irland verteidigte und lauerte auf Konter. Einer dieser Konter führte in der 17. Minute zu einer Ecke, und die in Richtung des lange Pfostens geschlagene Ecke wurde von Liam Scales zentral vors Tor zurückgeköpft, wo Troy Parrott aus kurzer Distanz zur irischen Führung vollstreckte. Portugal hatte auch nach der irischen Führung mehr Ballbesitz und Spielanteile, konnte diese aber nicht in Zählbares umsetzen. Kurz vor dem Pausenpfiff war es dann wieder Troy Parrott, der bei einem Konter seinen Gegenspieler ausspielte und ins kurze Eck abschloss – 2:0 für Irland.
In der zweiten Hälfte setzten die Portugiesen ihre Angriffsbemühungen fort, ließen sich von den Iren aber zunehmend frustrieren. Der Frust entlud sich dann in der 61. Minute bei Cristiano Ronaldo in einem Ellenbogenschlag gegen Dara O’Shea abseits des Balles. Nach VAR-Begutachtung der Szene gab es dafür Rot für Ronaldo. Die daraus folgende Unterzahl half den Portugiesen natürlich nicht bei ihren Offensivbemühungen, und so brachte Irland das 2:0 über die Zeit. Im letzten Gruppenspiel am Sonntag braucht Irland einen Sieg über Ungarn, um sich auf Tabellenplatz 2 zu schieben und damit an den Playoffs zur WM teilzunehmen.
Shelbournes Nachwuchs ist in der UEFA Youth League in Runde 2 ausgeschieden. Aus dem Hinspiel vor zwei Wochen bei MSK Zilina in der Slowakei hatte Shelbourne ein 2:2 mit nach Hause gebracht, heute stand das Rückspiel an. In diesem gab es weniger Tore, nämlich gar keine bis zum Ende der regulären Spielzeit. Zilinas Torhüter wurde kurz vor Schluss mit Rot vom Platz gestellt, das half Shelbourne aber auch nicht. Nach der regulären Spielzeit ging es direkt ins Elfmeterschießen, da es in der Youth League keine Verlängerung gibt. Aber obwohl Zilina nun den Ersatztorwart im Tor hatte, konnten sie dieses Elfmeterschießen für sich entscheiden, da Shelbourne keinen einzigen Treffer landen konnte (Zilina traf auch nur zwei von vier).
Nächste Saison wird übrigens St. Patrick’s Athletic den irischen Vertreter in der Youth League stellen, denn deren U17 sicherte sich am Wochenende am letzten Spieltag die Meisterschaft.
Und noch ein Ergebnis aus dem Jugendfussball: Irlands U17-Nationalmannschaft hatte heute Mittag ihr erstes Spiel bei der U17-WM in Katar und schlug Panama mit 4:1. Ein ordentlicher Auftakt in die U17-WM also.
Im vierten Spiel der WM-Qualifikation hat Irland endlich den ersten Sieg eingefahren. Gegen Armenien startete Irland in den ersten fünf Minuten zwar gut, ließ sich im Laufe der ersten Hälfte aber zu sehr zurückfallen und war zu passiv. Im Grunde sah das Spiel in der ersten Hälfte fast aus wie gegen Portugal vor drei Tagen, aber Armenien ist nicht Portugal und eigentlich hätte Irland sich dieses Spiel nicht so aufdrängen lassen müssen. Mit dem 0:0 zur Pause konnten eigentlich nur die Armenier zufrieden sein.
In der zweiten Hälfte nahm die Partie eine Wendung, als in der 52. Minute ein Spieler der Armenier sich zu einem Kopfstoß gegen einen irischen Spieler hinreißen ließ. Die Konsequenz war wenig überraschend glatt Rot, Armenien war damit in Unterzahl. Irland übernahm ab diesem Moment mehr Kontrolle im Spiel und kam zu mehr Chancen. Es dauerte aber bis zur 70. Minute, bis das Tor fiel: Evan Ferguson köpfte nach einer Ecke aus kurzer Distanz zur Führung ein. Es sollte das einzige Tor bleiben, da Armeniens Torwart mehrere erstklassige Paraden zeigte und ein Treffer von Adam Idah in der 89. Minute wegen Abseits nicht gegeben wurde. So schlägt Irland die Armenier mit 1:0 und rückt auf Platz 3 in der Gruppe vor. Im Parallelspiel trennten sich Portugal und Ungarn 2:2.
Im dritten WM-Qualifikationsspiel war Irland heute in Portugal zu Gast. Die Gastgeber waren natürlich favorisiert, aber Irland gab die Punkte nicht ohne Gegenwehr her. Mit einer deutlichen Leistungssteigerung im Vergleich zum Armenien-Spiel vor einem Monat stand Irland defensiv weitgehend kompakt und solide, so dass Portugal Schwierigkeiten hatte, durch oder hinter die Abwehr zu kommen. In der ersten Halbzeit hatte Portugal nur zwei hochkarätige Chancen: Einen Pfostentreffer von Cristiano Ronaldo mit anschließendem Nachschuss von Bernardo Silva, der deutlich vorbei ging, und einen Kopfball nach einer Ecke, der von Caoimhin Kelleher abgewehrt wurde. Gelegentliche Gegenangriffe der Iren führten zu nichts Zwingendem.
Die zweite Halbzeit ging nach dem gleichen Muster weiter: Irland stand tief und kompakt, Portugal rannte etwas ideenlos an. Die sowieso schon seltenen irischen Konter wurden im Laufe der Halbzeit noch seltener, aber die Defensive stand. Dann gab es in der 75. Minute einen Handelfmeter für Portugal. Mir sah es eher danach aus, dass Dara O’Shea den Ball mit der Brust und nicht mit dem Arm gestoppt hatte, aber der Schiedsrichter sah das anders… Ronaldo trat also zum Elfmeter an – und Kelleher parierte den zentral geschossenen Elfer mit der Fußspitze. Es blieb also weiter beim 0:0, und bei den irischen Fans stieg die Hoffnung, einen Punkt aus Portugal entführen zu können. Aber als gerade die Nachspielzeit angebrochen war, war es dann doch passiert: Ruben Neves kam vor Kelleher an eine Flanke und köpfte zum späten Treffer für Portugal ein. Damit wurde Irland leider für die Defensivleistung nicht belohnt und reist mit leeren Händen wieder ab.
Im anderen Spiel der Gruppe schlug Ungarn Armenien mit 2:0 und übernimmt damit Tabellenplatz 2:
Irland kann die Hoffnung auf eine WM-Teilnahme bereits nach dem zweiten Gruppenspieltag so gut wie begraben. Im Auswärtsspiel in Armenien geriet die irische Nationalmannschaft in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch einen Elfmeter in Rückstand. In der 51. Minute legten die Armenier nach, Irland kam nur zu einem Anschlusstreffer in der 57. Minute durch Evan Ferguson.
Über die gesamte Partie kam Irland nie richtig ins Spiel, leistete sich viele Ballverluste und Fehlpässe und sah in der Abwehr mehrfach sehr anfällig aus. Der Sieg der Armenier war dementsprechend verdient, so wird das nichts mit der WM-Teilnahme.
Portugal hat das andere Gruppenspiel in Ungarn mit 3:2 gewonnen und führt die Qualifikationsgruppe weiter an:
Irland ist gestern Abend in die WM-Qualifikation gestartet. Zum Auftakt in der Gruppe, zu der auch Portugal und Armenien gehören, hatte Irland ein Heimspiel gegen Ungarn. Es dauerte nur wenige Minuten, dann erhielten die irischen Ambitionen einen frühen Dämpfer: Ungarn traf bereits in der 2. Minute zur Führung, als die Iren noch gar nicht so recht im Spiel angekommen waren. Und in der 15. Minute legten die Ungarn das zweite Tor nach. Über den größten Teil der ersten Halbzeit waren die Gäste das bessere Team und gingen verdient mit einer Zwei-Tore in die Pause. Irland drohte ein klassischer Fehlstart in die WM-Qualifikation.
Was auch immer in der Halbzeitpause gesagt wurde, es schien Wirkung gehabt zu haben: Irland kam besser aus der Pause und erzielte in der 49. Minute den Anschlusstreffer durch Evan Ferguson. Weitere drei Minuten später gab es einen Platzverweis: Einer der ungarischen Spieler trat einem Iren ohne Chance, an den Ball zu kommen, von hinten in die Hacken und sah dafür glatt Rot. Irland war also in Überzahl, die Ungarn meist in der Defensive. Es dauerte aber bis zur Nachspielzeit, bis die Iren aus der Überzahl auch ein Tor machen konnten. Adam Idah war es schließlich, der in Minute 90+3 den Ausgleich schoss. Irland und Ungarn trennten sich also 2:2, ein Ergebnis, mit dem wahrscheinlich beide nicht so ganz zufrieden sind. Im anderen Gruppenspiel gewann Portugal in Armenien deutlich mit 5:0, so dass die Qualifikationsgruppe wie folgt aussieht:
Nach dem Hinspielsieg am Donnerstag hat Irland gegen Bulgarien im Playoff um einen Platz in Liga B der Nations League auch das Rückspiel gewonnen und hält damit die Klasse.
In der ersten halben Stunde der Partie hatte Irland deutlich mehr Ballbesitz und bestimmte das Spiel, konnte aber die erspielten Chancen nicht nutzen. Die Bulgaren kamen mit ihrem ersten Angriff in der 30. Minute zu einer Ecke, die auf einen außerhalb des Strafraums stehenden Spieler geschlagen wurde, dessen Torschuss zwischen den im Strafraum versammelten Spielern hängen blieb. Ein Bulgare schaltete in der Situation am schnellsten und verwandelte zur Führung für die Gäste. Mit der Führung im Rücken wurden die Bulgaren etwas mutiger, die Iren waren weniger dominant. Zur Halbzeitpause blieb es beim 0:1.
In der Pause musste der Schiedsrichter ausgewechselt werden, da er sich offenbar eine Wadenverletzung zugezogen hatte, und der vierte Offizielle leitete die zweite Hälfte des Spiels. Die begann zunächst mit leichten Vorteilen für die Bulgaren, aber beide Seiten hatten einige (wenn auch nicht viele) Chancen. In der 63. Minute fiel dann der Ausgleich, als Evan Ferguson sich per Doppelpass mit Finn Azaz durch die bulgarische Abwehr spielte und den Ball wuchtig im Tor unterbrachte. Damit war Irland in der Gesamtrechnung wieder in Führung, aber das Polster war noch dünn. Den Deckel drauf machte dann Adam Idah mit einer Direktabnahme nach Vorlage von Marks Sykes. Irland gewinnt also 2:1, in der Gesamtabrechung damit 4:2, und der Abstieg in Liga C konnte vermieden werden.