League of Ireland startet Testbetrieb für Streamingdienst im Ausland

Die FAI (bzw. die League of Ireland) hat angekündigt, ab dem kommenden Wochenende einen Testlauf für einen Streamingdienst zu starten, der League of Ireland-Spiele ins Ausland überträgt. In Irland selbst werden die Streams nicht abrufbar sein können, da hier die Rechte bei den Fernsehsendern RTE und Eir Sport liegen.

In der ersten Testphase werden Heimspiele von Dundalk und Cork City übertragen, und falls der Test erfolgreich ist, soll dieser Dienst auf die anderen Vereine der Premier Division ausgeweitet werden. Im Gegensatz zum zur Saison 2016 gestarteten Angebot mit Trackchamp wird diesmal kein Sportwettenaccount vorausgesetzt (was zu erheblicher Kritik führte), sondern es ist ein Pay-per-View-Angebot.

Champions Cup zwischen irischem und nordirischem Meister betätigt

Beim Medienevent zum Start der Saison im Februar gab es, wie ich damals schon schrieb, eine Ankündigung seitens der FAI, dass es einen Champions Cup zwischen den Meistern Irlands und Nordirlands geben soll – diese Ankündigung war aber mit den Nordiren nicht abgesprochen und so war unklar, ob es den Wettbewerb tatsächlich geben würde.

Heute wurde dieser Wettbewerb nun bestätigt: Für zunächst drei Jahre soll der Wettbewerb jeweils im November im Anschluss an die irische Saison ausgespielt werden. Der irische und der nordirische Meister spielen in Hin- und Rückspiel den Sieger dieses Wettbewerbs aus. Für dieses Jahr steht Linfield FC bereits als nordirischer Teilnehmer fest, da Linfield vor einigen Wochen die nordirische Meisterschaft 2018/19 gewonnen hat.

Gesponsort wird der Wettbewerb von der grenzüberschreitend tätigen Gewerkschaft Unite, deswegen lautet der offizielle Titel „Unite the Union Champions Cup“. Das Siegerteam erhält 50000€, der Verlierer 25000€.

Sport Ireland friert Förderung der FAI ein

Die Affäre um die 100000€, die John Delaney der FAI 2017 geliehen hatte (siehe meinen Beitrag über den Rücktritt von Delaney), schlägt weiter Wellen: Sport Ireland, die Organisation, über die die FAI staatliche Fördergelder bekommt, hat heute bekannt gegeben, dass sie die Förderung einfriert und zukünftige Förderung zurückhält. Dies ist eine Reaktion darauf, dass die FAI Sport Ireland nicht über die finanziellen Probleme informiert hatte, die diese kurzfristige Leihe von 100000€ offenbar notwendig machten. Damit hat die FAI gegen die Förderbedingungen verstoßen.

Die FAI wird nun wohl erst dann wieder Zugriff auf die Fördergelder bekommen, wenn die Vorgänge zur Zufriedenheit von Sport Ireland geklärt werden und Maßnahmen zur Wiederherstellung und Sicherung einer regelkonformen Führung der FAI umgesetzt werden.

Morgen muss die Führung der FAI nun vor dem parlamentarischen Ausschuss erscheinen. Das wird in Anbetracht der aktuellen Situation wohl nicht gerade angenehm für die Delegation.

John Delaney (CEO der FAI) tritt ab – und bekommt einen neuen Posten

Kurz nach dem Länderspiel gegen Gibraltar (das mit dieser Entwicklung aber eher wenig zu tun hat) kam heute Abend ein Pressestatement von der FAI, dass der langjährige CEO John Delaney seinen Posten räumt. Delaney, der rund 14 Jahre im Amt war und immer wieder in der Kritik stand, bekommt nun einen neuen Posten als „Executive Vice President“. Den Posten des CEO übernimmt übergangsweise der bisherige Chief Operations Officer Rea Walshe, bis ein neuer CEO eingestellt wird.

Delaney war zuletzt zunehmend unter Druck geraten, nachdem bekannt wurde, dass er der FAI 2017 kurzzeitig 100000€ geliehen hatte, die er wenige Monate später wieder zurückerhalten hatte. Delaney hatte noch versucht, Presseberichte über diesen Vorgang gerichtlich zu verhindern, war damit aber gescheitert.

Bereits vor dieser Sache gab es immer wieder Kritik an der Führung der FAI. Delaney und weitere Führungspersonen der FAI sind im April in diesem Zusammenhang vor einen Ausschuss des irischen Parlaments geladen. Ob sich an diesem Termin nun etwas ändert oder eventuell die Führungsriege ohne Delaney vor dem Ausschuss erscheint, bleibt wohl noch abzuwarten.

Nachtrag 25.03.: Es sieht danach aus, dass Delaney trotzdem mit der FAI-Delegation vor dem Ausschuss erscheinen wird. Währenddessen wurde bekannt, dass Delaney offenbar neben seinem Gehalt von 360000€ im Jahr von der FAI noch die Miete für ein Haus in der Nähe von Dublin bezahlt bekam, rund 3000€ im Monat. Auf seinem neuen Posten soll er noch 120000€ im Jahr bekommen. Ob die Miete für das Haus weiter bezahlt wird, dazu war noch nichts Eindeutiges zu vernehmen.

Neuer Champions Cup zwischen irischem und nordirischem Meister?

Heute war das offizielle Medienevent zur Saisoneröffnung, und die FAI hat eine Überraschung aus dem Hut gezaubert: Im November soll es einen neuen Champions Cup zwischen dem irischen und dem nordirischen Meister geben, wurde angekündigt.

Dumm nur, dass diese Ankündigung auch für die nordirische Liga NIFL eine Überraschung war, und so kam denn bald ein Statement der NIFL, dass man zwar erste Gepräche über einen solchen Wettbewerb geführt habe, die Ankündigung aber zu diesem Zeitpunkt nicht erwartet habe.

Ob es diesen Wettbewerb dann tatsächlich geben wird, ist also noch offen…

FAI und britische Verbände erwägen gemeinsame Bewerbung für WM 2030

In einer kurzen Meldung hat die FAI heute Abend mitgeteilt, dass sie gemeinsam mit den Verbänden Englands, Schottlands, Wales und Nordirlands eine Machbarkeitsstudie zu einer möglichen Bewerbung für die WM 2030 durchführen will. Ob die Verbände sich dann tatsächlich bewerben werden, ist natürlich noch offen (sonst bräuchten sie ja die Machbarkeitsstudie nicht). Aber zumindest steht die Möglichkeit im Raum.

FAI will Notfallfonds nun doch alleine finanzieren

Neues vom angekündigten Notfallfonds: Wie der irische Fernsehsender RTE gestern vermeldete, wird die FAI den kürzlich angekündigten Notfallfonds für in finanzielle Schwierigkeiten geratene Vereine in Höhe von 300000€ nun doch alleine finanzieren. Ursprünglich war seitens der FAI eine Aufteilung der Finanzierung zwischen der FAI und der Spielergewerkschaft PFAI angekündigt worden, allerdings ohne dies vorher mit der PFAI zu besprechen. Das stieß dann verständlicherweise bei der PFAI nicht auf Begeisterung. So wird die FAI die 300000€ nun alleine aufbringen.

Damit die Vereine nicht nach Belieben auf diesen Fonds zugreifen, sind damit einige Konditionen verbunden:

  • Ein Zugriff auf den Fonds hat automatisch einen Abzug von 6 Punkten sowie eine Transfersperre für den Rest der Saison zur Folge.
  • Das aus dem Fonds entnommene Geld muss am Ende der Saison zurückgezahlt werden. Geschieht dies nicht, folgt für einen Premier Division-Verein der Zwangsabstieg, ein First Division-Verein oder ein bereits sportlich abgestiegener Verein bekommt nach einigen Quellen in dem Fall weitere 6 Punkte für die Folgesaison abgezogen.

Eine offizielle Pressemitteilung seitens der FAI gibt es hierzu bislang nicht, offenbar wurden aber die Vereine entsprechend von der FAI informiert.

 

Drogheda soll ein neues Stadion bekommen

Die FAI hat heute bekannt gegeben, dass man sich mit Louth County Council* darauf geeinigt hat, in Drogheda ein neues Stadion zu bauen. Das Stadion soll zunächst mit einer Kapazität von 3000 Sitzplätzen gebaut werden, aber perspektivisch auf 10000 Plätze erweitert werden können. Hauptmieter soll dann (wenig überraschend) Drogheda United werden. Das bisherige Stadion in Drogheda, das im Besitz der FAI ist, ist deutlich in die Jahre gekommen. Was mit dem alten Stadion passieren soll, geht aus dem Statement nicht hervor. Was ebenfalls nicht drin steht, ist, wann mit dem Bau des neuen Stadions begonnen werden soll.

*Louth ist der County, in dem Drogheda liegt

FAI will Notfallfonds für in finanzielle Schwierigkeiten geratene Clubs einrichten

In einer heute veröffentlichten Mitteilung hat die FAI angekündigt, einen Notfallfonds über 300000€ für in Zahlungsschwierigkeiten geratene Vereine einzurichten. Die Hälfte dieser Summe soll von der FAI kommen, die andere Hälfte von der Spielergewerkschaft PFAI und/oder der mit der PFAI eng verbundenen Gewerkschaft SIPTU kommen. Allerdings haben PFAI und SIPTU sich noch nicht dazu geäußert, und die FAI-Mitteilung liest sich so, als haben die Gewerkschaften noch nicht zugestimmt, so dass noch längst nicht gesagt ist, dass dieser Plan tatsächlich so umgesetzt wird.

Sollte der Plan aber umgesetzt werden, dann soll der Notfallfonds so eingerichtet werden, dass die 300000€ auf einem Treuhandkonto verwaltet werden, und ein Verein nur dann darauf zugreifen kann, wenn er aus eigenen finanziellen Möglichkeiten nicht mehr in der Lage ist, seine vertraglichen Verpflichtungen zu erfüllen. Sollte ein Verein darauf zugreifen, ist dies mit sofortigen Sanktionen, beispielsweise Punktabzügen oder Transfersperren verbunden. So soll sichergestellt werden, dass Vereine den Fonds wirklich nur als letzte Möglichkeit nutzen. Ich bin nun mal gespannt, wie die Antwort der Gewerkschaften ausfällt…

Nachtrag: Und schon gibt es eine Antwort von der PFAI. Die Idee als solche wird begrüßt, bezüglich der Finanzierung ist man aber der Ansicht, dass die Aufteilung Hälfte-Hälfte zwischen der FAI und der PFAI angesichts der großen Unterschiede bezüglich Jahresumsatz und finanziellen Möglichkeiten nicht wirklich sinnvoll ist. Es wird zudem die Frage aufgeworfen, warum die Vereine nicht zu dem Fonds beitragen sollen. Hier ist das letzte Wort also sicher noch nicht gesprochen.

FAI beschließt Sanktionen gegen Bray Wanderers

Wie ich im vorigen Spieltagsbeitrag schon schrieb, hatte die FAI am Wochenende Sanktionen gegen Bray Wanderers angekündigt, falls der Verein die ausstehenden Gehälter nicht bis heute zahlt – genau gesagt bis heute 17 Uhr. Nachdem dieses Ultimatum verstrichen ist und die Spieler kein Geld bekommen haben, wurden nun Sanktionen gegen den Verein ausgesprochen:

  • Der Verein verliert den Startplatz im schottischen Challenge Cup, für den er aufgrund der Abschlußplatzierung der letzten Saison qualifiziert war.
  • Der Verein darf in der laufenden Saison keine neuen Spieler mehr verpflichten.

Diese Sanktionen sind eigentlich nicht so überzeugend. Neue Spieler wird der Verein bei der aktuellen Finanzlage wohl sowieso diese Saison nicht mehr verpflichten, und die Teilnahme am Challenge Cup hat Bray schon beim letzten Mal quasi abgeschenkt, als man mit 0:2 bei einem schottischen Viertligisten verlor. Ob nun ein anderer Verein in den Challenge Cup nachrückt und welcher das sein wird, habe ich bislang noch nirgends finden können.

Nach der Tabelle der letzten Saison wäre Limerick der nächste Kandidat, aber die haben ähnliche Probleme wie Bray: Auch hier gibt es Rückstände bei den Gehaltszahlungen. Offenbar wurde hier aber heute eine Einigung erzielt, nach der Limerick die ausstehenden Beträge morgen auszahlen will. Trotzdem wurde auch Limerick mit einer Transfersperre für den Rest der laufenden Saison belegt.

Nachtrag: Nachdem die Spieler von Bray Wanderers schon letzte Woche für einen Streik gestimmt haben, haben die Spieler von Limerick am Dienstag nachgezogen und auch für einen Streik votiert. Dieser dürfte dann die Partie gegen Waterford am 27.07. betreffen. Außerdem ist inzwischen klar, dass Limerick nicht für Bray in den schottischen Challenge Cup nachrücken soll. Nächster Kandidat dafür ist dann St. Patrick’s Athletic.