Solide Leistung bei torlosem Unentschieden in Ungarn

0:0

Nach dem Sieg in Andorra letzte Woche war die irische Nationalmannschaft heute in Ungarn gefordert. Ungarn als EM-Teilnehmer war natürlich ein stärkerer Gegner als Andorra, und es war ersichtlich, dass die Ungarn gerne mit einem Sieg im letzten Vorbereitungsspiel in die EM gehen wollten. Doch das war gegen Irland nicht so einfach.

In der ersten Hälfte der Partie waren echte Torchancen sehr dünn gesät. Irland hatte eine gute Chance in der fünften Minute, als John Egan nach einem Freistoß den Ball an die Latte köpfte. Ungarn brauchte bis zur 40. Minute, um eine echte Torchance zu bekommen, aber der Kopfball von Adam Szalai wurde von Gavin Bazunu im irischen Tor pariert.

In der zweiten Hälfte stand Caoimhin Kelleher für Bazunu im Tor, es war Kellehers Länderspieldebüt – und es war ein gutes. Mehrere Paraden im Laufe der zweiten Halbzeit sicherten Irland die Null in der Defensive. Auch in der Offensive gab es etwas mehr Chancen als in der ersten Hälfte, unter Anderem ein parierter Schuss von Adam Idah und ein Außennetztreffer vom zweiten Debütanten des Abends, Chiedozie Ogbene. Schlussendlich war das Unentschieden wohl dem Spielverlauf angemessen. Die irische Nationalmannschaft spielt nun erst im September wieder in der WM-Qualifikation, während Ungarn bei der EM gegen Frankreich, Portugal und Deutschland antreten darf.

Erster Sieg für Irland unter Stephen Kenny

1:4

Die irische Nationalmannschaft hat heute endlich den ersten Sieg unter Stephen Kenny einfahren. Allerdings in einem Freundschaftsspiel gegen Andorra, zu hoch sollte man diesen Sieg also nicht hängen.

Die erste Halbzeit der Partie war über weite Strecken davon geprägt, dass Irland sich gegen die Andorraner schwer tat. Erst gegen Ende der Hälfte konnte Irland so etwas wie Druck aufbauen, etwas Zählbares sprang dabei aber nicht heraus, und so ging es mit einem 0:0 in die Kabine.

Die zweite Hälfte war gerade 7 Minuten alt, als die Andorraner die Iren nach einer Standardsituation schockten: Ein Andorraner kam bei einem Freistoß sträflich frei im Strafraum zum Kopfball und traf zum 1:0 für die Heimmannschaft. Nicht das, was man sich aus irischer Sicht gewünscht hatte… aber auch ein Weckruf für einige Spieler, dass etwas mehr gemacht werden muss. Sechs Minuten später traf Troy Parrott mit seinem ersten Länderspieltor nach einer Einzelaktion gegen mehrere Verteidiger flach links zum Ausgleich. Drei Minuten später legte er ein weiteres Tor nach: Er köpfte eine Flanke von Conor Hourihane zur Führung für die Iren ein, der gegnerische Torhüter sah dabei sehr ungeschickt aus. In der 84. und 89. Minute kamen dann noch Jason Knight und Daryl Horgan zu ihren jeweiligen ersten Länderspieltoren, so dass Irland am Ende mit 4:1 gewann. Einen Länderspieldebütanten gab es in den Schlussminuten auch noch: Jamie McGrath, der derzeit beim schottischen Erstligisten St. Mirren unter Vertrag steht, durfte zum ersten Mal für Irland auflaufen.

Damit ist die sieglose Serie unter Stephen Kenny beendet, aber eben wie bereits gesagt in einem Freundschaftsspiel gegen Andorra. Im nächsten Spiel, Dienstag gegen Ungarn, wird die Mannschaft zeigen müssen, dass sie nicht nur gegen Andorra gewinnen kann.

Unentschieden im Freundschaftsspiel gegen Katar

1:1

Als drittes Spiel im aktuellen Länderspielfenster spielte die irische Nationalmannschaft gestern Abend in Ungarn gegen Katar. Ich habe das Spiel nicht gesehen, erwähne es hier aber trotzdem kurz. Das Tor für Irland erzielte James McClean in der Anfangsphase der Partie, Katar glich kurz nach der Halbzeit aus.

In der WM-Qualifikationsgruppe gewann Portugal unterdessen in Luxemburg mit 3:1, Serbien gewann in Aserbaischan mit 2:1. Portugal und Serbien ziehen dem Rest damit schon nach drei Spieltagen etwas davon.

PlatzLandSpieleT+T-TDPunkte
1. Portugal36337
2. Serbien37527
3. Luxemburg223-13
4. Irland224-20
5. Aserbaidschan213-20
WM-Qualifikationsgruppe A

Irland verliert auch gegen Luxemburg

0:1

Schon nach zwei Spieltagen der WM-Qualifikation ist eine Teilnahme an der WM für Irland in weite Ferne gerückt. Eigentlich war das Heimspiel gegen Luxemburg eines der Spiele, die man gewinnen muss, um eine realistische Chance auf die Qualifikation zur WM zu haben. Nach der Niederlage in Serbien wechselte Stephen Kenny unter anderem auf der Torhüterposition und gab dem 19-jährigen Gavin Bazunu sein Länderspieldebüt. Bazunu hatte schon als 16-jähriger für Shamrock Rovers in der League of Ireland debütiert und war dann bald in die Akademie von Manchester City gewechselt. Von dort ausgeliehen spielt er derzeit für Rochdale in der englischen League One. Jetzt ist er also mit 19 Nationalspieler. An ihm lag es auch nicht, dass Irland heute nicht gewinnen konnte, im Gegenteil. Er hatte mehrere gute Paraden und das Gegentor war ihm auch nicht anzukreiden.

Irland hatte über weite Strecken der Partie mehr Ballbesitz als Luxemburg, konnte damit aber zu wenig anfangen. Die beste Chance hatte James Collins in der 18. Minute, doch der Torhüter der Luxemburger konnte den Ball gerade noch vor der Linie parieren. Ansonsten waren die Abschlüsse entweder zu harmlos oder zu unplatziert, vielfach kam aber auch der entscheidende Pass nicht an. Als alles nach einem torlosen Unentschieden aussah, packte Gerson Rodrigues einen flachen, platzierten Distanzschuss aus und erzielte damit den Siegtreffer für Luxemburg. Irland ist damit unter Stephen Kenny weiter ohne Sieg und befindet sich mit 0 Punkten am Ende der Qualifikationsgruppe. Im anderen Gruppenspiel trennten sich Serbien und Portugal 2:2.

PlatzLandSpieleT+T-TDPunkte
1. Serbien25414
2. Portugal23214
3. Luxemburg11013
4. Aserbaidschan101-10
5. Irland224-20
WM-Qualifikationsgruppe A

Zwei Tore, aber keine Punkte für Irland in Serbien

3:2

Zum Auftakt der Qualifikation zur WM 2022 musste die irische Nationalmannschaft gestern Abend in Serbien antreten. Im Vorfeld des Spiels war die größte Frage, wer im Tor spielen würde. Stammtorhüter Darren Randolph stand verletzt nicht zur Verfügung, der zunächst als Mitglied des Kaders nominierte Caoimhin Kelleher ebenfalls nicht, und so kam Mark Travers zum Einsatz, der bislang lediglich in zwei Freundschaftsspielen für jeweils eine Halbzeit gespielt hatte. Insgesamt war die Startelf eine Mischung aus erfahrenen und vielen recht jungen, länderspielunerfahrenen Spielern. In der ersten Halbzeit hatten die Serben sehr viel Ballbesitz, das erste Tor erzielte aber Irland: In der 18. Minute versenkte Alan Browne den Ball nach einer Flanke von Callum Robinson per Kopf zur Führung. Serbien hatte trotz des Ballbesitzes Mühe, durch die irische Defensive durchzukommen. Auf der anderen Seite sahen die Serben in der Defensive nicht immer sicher aus, wenn sie von irischen Spielern angelaufen wurden. Fünf Minuten vor der Halbzeitpause war Serbien aber mit einem schnellen Angriff durch und glich zum Pausenstand von 1:1 aus.

Einige Minuten nach der Pause forderten die Iren Elfmeter, als Aaron Connolly im gegnerischen Strafraum zu Fall kam, doch der Schiedsrichter entschied auf Ecke, die dann nichts einbrachte. Meiner Meinung nach hätte man vielleicht Elfmeter geben können, aber eindeutig fand ich die Situation nicht. Auf der anderen Seite hätte es kurze Zeit später eventuell auch einen Elfmeter geben können, aber auch da entschied der Schiedsrichter anders. Das nächste Tor erzielten dann die Serben in der 68. Minute, als Mitrovic den etwas weit vor dem Tor stehenden Travers von außerhalb des Strafraums überlupfte. Noch mal 7 Minuten später legte Mitrovic noch einmal per Kopf nach – 3:1 für Serbien. Irland wechselte wenig später dreifach, und einer der drei Eingewechselten, James Collins, verkürzte nach Vorarbeit von Shane Long in der 86. Minute noch mal zum 2:3. Dabei blieb es dann aber auch.

Mein Fazit der Partie: Endlich hat Irland wieder Tore erzielt, und auch sonst war die Leistung gegen die favorisierten Serben über weite Strecken in Ordnung. Aber natürlich hätte ich lieber einen Punktgewinn gesehen.

Im anderen Gruppenspiel hat Portugal gegen Aserbaidschan „nur“ mit 1:0 gewonnen. Damit sieht die Tabelle der Gruppe folgendermaßen aus:

PlatzLandSpieleT+T-TDPunkte
1 Serbien13213
2 Portugal11013
3 Luxemburg00000
4 Irland123-10
5 Aserbaidschan101-10
WM-Qualifikationsgruppe A

WM-Qualifikation: Portugal, Serbien, Luxemburg und Aserbaidschan als Gruppengegner

Heute wurden die europäischen Gruppen für die Qualifikation zur WM 2022 ausgelost. Dabei ist Irland in einer Fünfergruppe gelandet, zusammen mit Portugal, Serbien, Luxemburg und Aserbaidschan. Der Gruppensieger qualifiziert sich direkt, der Zweite muss in die Playoffs. Welche Bilanz hat Irland bislang gegen die vier Gegner?

Portugal: 4 Siege, 2 Unentschieden, 7 Niederlagen. Das letzte Spiel gegen Portugal war ein 1:5 in einem Freundschaftsspiel im Jahr 2014. Das letzte Pflichtspiel war ein 1:1 im Jahr 2001 in der Qualifikation zur WM 2002.

Serbien: 0 Siege, 3 Unentschieden, 2 Niederlagen. Das letzte Spiel gegen Serbien war ein 0:1 im Jahr 2017 in der Qualifikation zur WM 2018.

Luxemburg: 5 Siege, 0 Unentschieden, 0 Niederlagen. Das letzte Spiel gegen Luxemburg war ein 2:1 im Jahr 1987 in der Qualifikation zur EM 1988.

Aserbaidschan: Irland hat noch nie gegen Aserbaidschan gespielt, das wird also eine Premiere.

Die WM-Qualifikation beginnt im März 2021.

Portugal
Serbien
Irland
Luxemburg
Aserbaidschan
WM-Qualifikationsgruppe A

Irland beendet Nations League mit torlosem Unentschieden

Die Torflaute der irischen Nationalmannschaft hält weiter an. Am letzten Spieltag der Nations League trennten sich Irland und Bulgarien in einem insgesamt schwachen Spiel 0:0. Beide Mannschaften traten aufgrund von Corona- und verletzungsbedingten Ausfällen mit nicht eingespielten Aufstellungen an, und das war streckenweise deutlich zu sehen. Fehlpässe und Ballverluste auf beiden Seiten, dafür wenige zwingende Torchancen. Einem Tor am nächsten kam Irland dabei mit einem Lattentreffer von Robbie Brady in der 68. Minute, aber am Ende war das 0:0 wohl dem Spiel entsprechend. Bulgarien bleibt damit Tabellenletzter und steigt in die Liga C ab, Irland bleibt in Liga B.

Das andere Gruppenspiel gewann Wales gegen Finnland mit 3:1, damit steigt Wales als Gruppenerster auf. Hier also die finale Tabelle der Gruppe:

SpieleToreGTTDPunkte
Wales671616
Finnland675212
Irland614-33
Bulgarien627-52
Nations League Liga B Gruppe 4

Die Torflaute der irischen Nationalmannschaft setzt sich fort

Heute trat Irland am fünften Spieltag der Nations League in Cardiff gegen Wales an. Ein Tor wäre einmal eine willkommene Abwechslung gewesen, aber die Torflaute hält an: Irland verlor mit 0:1. Wenn man das Elfmeterschießen gegen die Slowakei im EM-Playoff im Oktober ausklammert, hat Irland seit dem 03.09. (erster Spieltag der Nations League, 1:1 gegen Bulgarien) nicht mehr getroffen.

Dabei war auch das heutige Spiel den meisten der letzten Spiele ähnlich: Irland spielt eigentlich nicht schlecht, aber bei den Abschlüssen hapert es. Und wenn man selbst nicht trifft, reicht dem Gegner ein einziges Tor zum Sieg. Heute fiel dieser Treffer in der 67. Minute. Kurz vor Schluss sah dann noch Jeff Hendrick für eine Notbremse die rote Karte. Alles in Allem war es also aus irischer Sicht mal wieder ein enttäuschender Spieltag.

In der anderen Partie der Gruppe gewann Finnland in Bulgarien mit 2:1. Damit sieht die Gruppe nun folgendermaßen aus:

SpieleToreGTTDPunkte
Wales540413
Finnland562412
Irland514-32
Bulgarien527-51
Nations League Liga B Gruppe 4

Niederlage für Irland in Finnland

Die Nations League ist weiter kein erfolgreiches Pflaster für Irland. Am vierten Spieltag der Gruppe war die irische Nationalmannschaft zu Gast in Finnland, und dort gab es weder Tore noch Punkte zu holen. Wie schon in den letzten Spielen spielte Irland dabei eigentlich nicht schlecht. In der ersten Halbzeit hatten die Iren meinem Eindruck nach etwas mehr Ballbesitz als die Finnen, kamen auch zu Torchancen, die Finnen allerdings auch. Insgesamt ging das 0:0 zur Halbzeit in Ordnung. In der zweiten Hälfte setzte sich das weiter fort, Irland hatte eigentlich etwas mehr vom Spiel, aber auch die Finnen blieben gefährlich. In der 66. Minute passierte dann das, was eigentlich nicht passieren sollte: Ein kurz und ungenau gespielter irischer Torabstoß landete in den Füßen eines Finnen, der in den irischen Strafraum sprintete, flach quer vor das Tor passte, und weil die Iren den Ball nicht unter Kontrolle bekamen, staubte Fredrik Jensen für Finnland ab – 1:0 für Finnland. Irland hatte noch mehrere Chancen auf den Ausgleich, konnte aber wie schon das ganze Spiel über keine davon nutzen.

Da im anderen Gruppenspiel Wales in Bulgarien mit 1:0 gewonnen hat, bleibt Irland auf Platz 3 in der Gruppe, Platz 1 und 2 machen Finnland und Wales unter sich aus.

LandSpieleToreGTTDPunkte
Wales430310
Finnland44139
Irland413-22
Bulgarien415-41
Nations League Liga B Gruppe 4

Irland wartet weiter auf ersten Sieg in der Nations League

Die Vorbereitung auf das heutige Nations League-Spiel gegen Wales war alles andere als ideal: Am späten Samstagabend wurde die Mannschaft darüber informiert, dass ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Vier weitere Spieler, die auf dem Rückflug vom Playoff-Spiel in der Slowakei in der Nähe des betroffenen Spielers im Flugzeug gesessen hatten, wurden aufgrund dieser Nähe als Kontakte eingestuft, alle fünf müssen sich daher isolieren und konnten entsprechend nicht eingesetzt werden. Dabei hätten vier der fünf eigentlich in der Startformation stehen sollen.

Irland ging also mit deutlich dezimiertem Kader in die Partie. Die Partie selbst war ein Duell auf Augenhöhe, und auf Augenhöhe war Mitte der ersten Hälfte auch ein Ellenbogen des Walisers Kieffer Moore, der den irischen Verteidiger Kevin Long im Gesicht traf. Moore sah dafür gelb, und Kevin Long musste mit zuschwellendem Auge ausgewechselt werden – er sah aus wie ein angeschlagener Boxer. Die beste Torchance in der ersten Hälfte hatte Robbie Brady in der 33. Minute mit einem Schuß aus zentraler Position an der Strafraumgrenze, der knapp vorbei ging.

In der zweiten Halbzeit ging es ähnlich ausgeglichen weiter, wie schon die erste Hälfte war. Die erste irische Torchance der zweiten Hälfte hatte Shane Long mit einem Kopfball nach einer guten Flanke in den Strafraum, der Ball ging aber knapp über die Querlatte. Tore gab es auch in der zweiten Hälfte nicht, aber einen Platzverweis: Der bereits kurz vorher verwarnte James McClean ging etwas zu ungestüm in einen Zweikampf und sah dafür in der 84. Minute Gelb-Rot. Irland brachte den Rest der Partie zu Zehnt zu Ende und wartet nach dem torlosen Unentschieden weiter auf einen Sieg in der Nations League.

Im anderen Gruppenspiel siegte Finnland gegen Bulgarien mit 2:0, damit bleibt Irland auf Platz 3 in der Gruppe.

LandSpieleToreGTTDPunkte
Wales32027
Finnland33126
Irland312-12
Bulgarien314-31
Nations League Liga B Gruppe 4