Blog

Spielpläne für die kommende Saison sind veröffentlicht

Wie meistens in den vergangenen Jahren wurden auch in diesem Jahr die Spielpläne für die kommende Saison kurz vor Weihnachten veröffentlicht. Gestern war es so weit, sowohl die Premier Division als auch die First Division bekamen ihre Pläne. Die neue Saison startet am 18. Februar, eine Woche zuvor findet der President’s Cup statt. Enden wird die Saison am 13. November mit dem Pokalfinale.

Was bei genauerem Hinsehen auffällt, ist, dass der Ligapokal nächstes Jahr offenbar erneut nicht stattfindet. Das wäre dann das dritte Jahr in Folge, dass es keinen Ligapokalsieger geben wird (2020 abgebrochen, 2021 nicht stattgefunden, 2022 nun wohl auch nicht). Da stellt sich dann schon die Frage, ob der irgendwann noch mal wieder ausgetragen werden wird.

Nur neun Mannschaften in der nächsten Saison der First Division

Aufgrund der Fusion von Bray Wanderers und Cabinteely wird in der neuen Saison ein Platz in der First Division frei, da der fusionierte Verein nur mit einer Mannschaft antritt (unter dem Namen Bray Wanderers). Natürlich wurde in den letzten Wochen daher etwas spekuliert, ob eventuell die zweite Mannschaft von Shamrock Rovers ein Comeback bekommt oder ob einer der nicht zum Zug gekommenen Interessenten aus dem letzten Winter den Platz füllt. Von offizieller Seite gab es aber erst einmal kein Statement – bis heute: Die FAI hat heute bekannt gegeben, dass es in der kommenden Saison nur neun Mannschaften in der First Division geben soll. Dafür gibt es dann vier Runden statt drei, so dass jede Mannschaft auf 32 Spiele kommt. Die Spielpläne für die Premier Division und die First Division sollen am Montag veröffentlicht werden.

Warum der freigewordene Platz in der First Division nicht gefüllt wurde, ist nicht so ganz klar, es gibt aber Pläne für eine dritte Liga ab der Saison 2023, so dass man vielleicht mit der Neuaufnahme von Mannschaften bis dahin warten will. Wie genau die dritte Liga aussehen soll, ist aber noch weitgehend offen. Was dazu bislang zu lesen war, ist, dass sie voraussichtlich regionalisiert sein wird (also Nord/Süd oder Ost/West oder so etwas) und dass man verschiedene mögliche Teilnehmer für diese dritte Liga im Blick hat: Teams, die aus dem Amateurbereich „aufsteigen“ wollen, Universitätsteams, zweite Mannschaften der existierenden League of Ireland-Vereine und völlig neue Teams. Ob und in welcher Form das tatsächlich kommt, wird sich wohl im Laufe des nächsten Jahres zeigen. Es wäre jedenfalls nicht der erste Versuch einer dritten Liga: Zwischen 2008 und 2011 gab es die „A Championship“, die nach der Saison 2011 wieder aufgelöst wurde. Hoffentlich hat man bei der FAI aus diesem Versuch gelernt und macht es diesmal besser.

Nations League 2022 ausgelost

Im Frühjahr nächsten Jahres geht es für die irische Nationalmannschaft (und für alle anderen europäischen Nationalmannschaften) in den nächsten Wettbewerb: Die Nations League 2022 steht an. Heute wurden die Gruppen dafür ausgelost. Wie schon bei den beiden vorigen Ausgaben des Wettbewerbs gibt es Ligen A bis D und jeweils innerhalb der Ligen Gruppen mit drei oder vier Teams, und ebenfalls wie schon in den vorigen Ausgaben ist Irland in Liga B. Die Gegner sind aber diesmal andere: Armenien, Schottland und die Ukraine wurden als Gruppengegner gezogen. Von den Dreien hat Irland in der Vergangenheit gegen Schottland am häufigsten gespielt (wenig überraschend), dabei ist die Bilanz mit 4 Siegen, 3 Unentschieden und 4 Niederlagen ausgeglichen. Zuletzt trafen Irland und Schottland in der Qualifikation zur EM 2016 aufeinander, da gab es ein Unentschieden und einen Sieg für Schottland. Gegen die Armenier hat Irland bislang nur in der Qualifikation zur EM 2012 gespielt. Damals wurden beide Partien gewonnen. Gegen die Ukraine hat Irland dagegen noch nie gespielt, das wird also eine Premiere.

Ukraine
Schottland
Irland
Armenien
Nations League Gruppe B1

Trainerkarussell, Teil 3: Stephen O’Donnell in Dundalk bestätigt

Jetzt ist also auch der Wechsel von Stephen O’Donnell nach Dundalk bestätigt. Dundalk hat heute offiziell das neue Team vorgestellt. O’Donnell bringt seinen Assistenten Patrick Cregg von St. Patrick’s Athletic mit. Da O’Donnell bislang keine UEFA Pro-Lizenz hat, wird außerdem jemand benötigt, der diese Lizenz hat. Bei St. Patrick’s Athletic war das Alan Mathews, bei Dundalk wird das nun Dave Mackey sein. Mackey war in der League of Ireland zuletzt im Jahr 2018 für einige Monate Trainer von Bray Wanderers.

Trainerkarussell, Teil 2

Es geht weiter im Karussell: Der schon im vorigen Beitrag prognostizierte Wechsel von Stephen O’Donnell zu Dundalk rückt näher. Am Freitag hat O’Donnell bei St. Patrick’s Athletic seinen Rücktritt eingereicht. Somit ist Tim Clancy jetzt wohl auch offiziell sein Nachfolger. Eine Bestätigung, dass O’Donnell nun nach Dundalk geht, steht offiziell aber immer noch aus.

Bezüglich Vinny Perth lag ich im vorigen Beitrag aber falsch: Perth wird nicht neuer Trainer in Longford. Den Job hat nun nämlich Gary Cronin bekommen. Cronin war seit Mitte 2018 Trainer bei Bray Wanderers. Durch die Fusion von Bray Wanderers und Cabinteely war dort aber kein Platz mehr für ihn, da Pat Devlin, Cabinteelys Sportdirektor und Trainer in Personalunion, diesen Job übernimmt.

A propos Bray Wanderers/Cabinteely: Die hatten am Freitag eine Pressekonferenz mit einigen Details dazu, wie es weitergehen soll. Der Seniorenbereich soll unter dem Namen Bray Wanderers weiterbestehen, der Jugendbereich (also vermutlich bis einschließlich der U19) wird als Cabinteely antreten. Gespielt wird im Carlisle Grounds in Bray. Vereinsfarben bleiben grün und weiß, ein neues Wappen wurde nicht präsentiert. Vielleicht kommt das noch, vielleicht bleibt auch das alte. Aber dass der Name Bray Wanderers erhalten bleibt, ist für die Fanbasis in Bray (die deutlich größer ist als die von Cabinteely) wichtig, und die wollte man sicher nicht verprellen.

Rotation auf dem Trainerkarussell

Kaum ist die Saison zu Ende, schon rotiert das Trainerkarussell. In diesem Fall, wie es aussieht, ein Karussell mit fünf Sitzen, wobei noch nicht alles davon bestätigt ist. Was bislang bestätigt ist, ist aus einer Meldung vom Dienstag und zwei Meldungen von heute zu entnehmen. Die Meldung vom Dienstag war: Vinny Perth verlässt Dundalk. Er hatte sowieso nur einen Vertrag bis Saisonende, und dieser wurde nicht verlängert. Wohin er geht, ist noch nicht offiziell, aber dazu später noch etwas. Heute vermeldete dann St. Patrick’s Athletic, dass Tim Clancy zum Team dazustößt. Clancy war bislang Trainer in Drogheda. Drogheda United hat dann auch heute eine Meldung rausgebracht: Der bisherige Co-Trainer Kevin Doherty wird befördert und übernimmt von Tim Clancy. Doherty bekommt einen neuen Assistenten, und zwar Daire Doyle, bis Anfang November Trainer in Longford.

Bislang nicht bestätigt wurde der mutmaßliche Auslöser der Rotation: Dundalk soll Trainer Stephen O’Donnell von St. Patrick’s Athletic abgeworben haben. Da ist möglicherweise noch die eine oder andere Kleinigkeit zu klären, und ich vermute, dass St. Patrick’s Athletic die heutige Meldung deswegen auch eher diplomatisch formuliert hat, dass Clancy zum Team dazustößt, statt klar zu sagen, Clancy ist der neue Trainer.

Und was ist jetzt mit Perth? Der wird angeblich (auch das ist noch unbestätigt) neuer Trainer in Longford. Damit würde sich der Kreis dann vollständig schließen…

St. Patrick’s Athletic gewinnt den FAI Cup 2021

3:4 i.E. (1:1 n.V.)

St. Patrick’s Athletic hat den FAI Cup gewonnen. Vor 37126 Zuschauern (Rekord für ein FAI Cup-Finale im 2010 eröffneten Aviva-Stadion) wurden die Bohemians im Elfmeterschießen geschlagen.

Die erste Halbzeit der Partie war recht ansehnlich, beide Mannschaften waren um Offensivaktionen bemüht, auch wenn Bohemians generell etwas defensiver standen als ihre Gegner. Das Einzige, was in der ersten Halbzeit fehlte, war ein Tor. Dem kam Jamie Lennon für St. Patrick’s Athletic am nächsten, sein Schuss wurde aber von James Talbot im Tor der Bohemians pariert.

Die zweite Hälfte war etwas zerfahrener, es schlichen sich auf beiden Seiten mehr kleine Fehler ein. Nervösität? Erschöpfung am Ende der Saison? Vielleicht etwas von beidem. Spannend blieb das Spiel trotzdem, da es ja einen Sieger geben musste. Der wurde aber nicht in der regulären Spielzeit gefunden, nach 90 Minuten stand es weiterhin 0:0. Also musste die Verlängerung her.

In der Verlängerung waren drei Momente entscheidend. Der erste war kurz vor Ende der ersten Hälfte der Verlängerung. Chris Forrester eroberte im Mittelkreis den Ball, legte einen Sololauf bis an die Strafraumgrenze hin, und schloss zum 1:0 für St. Patrick’s Athletic ab. Der zweite Moment war dann zu Beginn der zweiten Hälfte der Verlängerung: Bei einer Ecke der Bohemians kam Rory Feely am kurzen Pfosten zum Kopfball und glich zum 1:1 aus. Der dritte Moment war die Schlussminute der Verlängerung. St. Patrick’s Athletics Torhüter Viteslav Jaros parierte zweimal aus kurzer Distanz und verhinderte den Siegtreffer der Bohemians.

Im Elfmeterschießen trafen die ersten fünf Schützen alle (3x Bohemians, 2x St. Patrick’s Athletic), dann parierte James Talbot gegen Chris Forrester. Aber der Vorteil für Bohemians war gleich wieder dahin, als Tyreke Wilson seinen Elfmeter knapp vorbei schoss. Dann traf Jason McClelland für St. Patrick’s Athletic, und alles war wieder ausgeglichen. Der nächste und damit fünfte Schütze der Bohemians, Keith Ward, setzte seinen Elfer an die Latte, womit Robbie Benson als fünfter Schütze für St. Patrick’s Athletic die Chance zum Siegtreffer hatte – und er traf. Damit ist St. Patrick’s Athletic zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte FAI Cup-Sieger. Doppelt bitter für Bohemians: Sie verpassen so auch die Teilnahme an der Europa Conference League. Statt dessen darf sich Derry City als Tabellenvierter auf Europa freuen.

UCD gewinnt Playoff und steigt auf

UCD hat heute Abend im Richmond Park das Playoff gegen Waterford gewonnen und ist aufgestiegen. Waterford dagegen steigt ab.

In den ersten Minuten der Partie hatte Waterford den besseren Start, setzte UCD unter Druck und kam bereits in der 5. Minute zum Führungstreffer durch Anthony Wordsworth. Aber nach ungefähr einer Viertelstunde wendete sich das Blatt. UCD kam besser ins Spiel und erarbeitete sich Vorteile. In der 26. Minute folgte dann der verdiente Ausgleich durch Dara Keane. Noch mal acht Minuten später hatte UCD das Spiel gedreht, als Colm Whelan zum 2:1 für UCD einschob. Das war dann auch der Halbzeitstand.

In der zweiten Hälfte war UCD eigentlich durchgehend die bessere Mannschaft, Waterford wusste sich oft nur durch Fouls zu helfen, was sich auch in der Kartenstatistik zeigte: Fünfmal gelb und einmal gelb-rot für Waterford, während es für UCD nur eine gelbe Karte für den Trainer gab, der sich zwischendurch mal etwas zu sehr aufregte. Tore fielen keine mehr, und so zieht UCD verdient in die Premier Division ein.

Waterford 1:2 UCD

Bray Wanderers und Cabinteely FC fusionieren

Mit gleichlautenden Meldungen auf den Webseiten beider Vereine (hier die von Bray Wanderers) haben Bray Wanderers und Cabinteely heute verkündet, dass sie fusionieren werden. Ein neuer Name für das Resultat der Fusion wurde noch nicht bekannt gegeben. Heimspielstätte soll das Carlisle Grounds in Bray, das bisherige Stadion der Wanderers, sein.

Auch wenn offiziell von einer Fusion gesprochen wird, liest es sich zwischen den Zeilen aber eher wie eine Übernahme: Cabinteely hat die Mehrheit an Bray Wanderers übernommen, der bisherige Vorsitzende von Cabinteely wird Vorsitzender des neuen Vereins, und Cabinteelys Fussballdirektor Pat Devlin wird ebenfalls dieselbe Rolle im neuen Verein haben. Viele Fans der Bray Wanderers sind daher nicht sehr glücklich über diese Fusion.

Da beide Vereine in der abgelaufenen Saison in der First Division waren und nicht aufgestiegen sind, wird der neue Verein nun eine Lizenz für die First Division beantragen. Ein Platz in der First Division wird durch die Fusion frei, wie dieser gefüllt werden soll, dazu habe ich noch nichts gesehen.

Ian Hendon trainiert Waterford bis zum Playoff

Nach der Trennung von Marc Bircham am Dienstag hat Waterford für das anstehende Playoff einen neuen Trainer verpflichtet: Der Engländer Ian Hendon, zuletzt in Gibraltar tätig und bisher nicht als Trainer in Irland in Erscheinung getreten, wird im Playoff auf der Bank sitzen.

Es scheint so, als ob Hendon nur für das Playoff verpflichtet wurde. Da frage ich mich dann schon, ob das sinnvoll ist: Drei Tage vor dem Spiel jemanden als Trainer reinbringen, der die Mannschaft und die Liga vermutlich überhaupt nicht kennt. Ich hätte eher erwartet, dass jemand aus dem verbliebenen Trainerstab für dieses eine Spiel übernimmt. Aber wenn das Ergebnis am Freitag aus Waterfords Sicht stimmen sollte, hätten sie natürlich alles richtig gemacht…