David McMillan geht nach Schottland

Stürmer David McMillan, der in den letzten zwei Jahren Dundalks bester Torschütze war, verlässt die Liga und wechselt zum schottischen Erstligisten St. Johnstone FC. Damit läuft Dundalk in der neuen Saison definitiv mit einer neuen Sturmspitze auf. McMillans Abschied kommt nicht überraschend, da die Verhandlungen wohl schon eine Weile liefen, und daher hat Dundalk schon zwei Kandidaten für diesen freiwerdenden Stammplatz verpflichtet: Patrick Hoban, über dessen Verpflichtung ich kürzlich schon mal schrieb, und Ronan Murray von Galway United.

Die Liga verlassen wird auch Stephen Dooley von Cork City. Dooley wechselt zum nordirischen Tabellenführer Coleraine. Ebenfalls nach Nordirland geht es für Kurtis Byrne, der von St. Patrick’s Athletic zum amtierenden nordirischen Meister Linfield wechselt.

Ein etwas überraschender Transfer innerhalb der Liga ist der Wechsel von Simon Madden von Shamrock Rovers zu St. Patrick’s Athletic. Madden gilt als einer der besten Rechtsverteidiger in der Liga und war in den letzten Jahren als Stammspieler bei den Rovers gesetzt. Aber sein Vertrag wurde nun nicht verlängert, und da hat St. Patrick’s Athletic die Gelegenheit ergriffen und sich seine Unterschrift gesichert.

Personalveränderungen in Athlone

Athlone Town hat gestern das Führungsteam für die kommende Saison vorgestellt: Roddy Collins rückt von der Trainerbank ins Management und wird General Manager. Seinen Platz auf der Trainerbank bekommt Aaron Callaghan, der 2016 Assistent unter Roddy Collins in Waterford war. Aber auch als Cheftrainer hat Callaghan einige Erfahrung, in der League of Ireland zuletzt 2014 bei UCD, außerhalb zuletzt vom Herbst 2016 bis zum Sommer 2017 beim nordirischen Erstligisten Carrick Rangers.

Tallaght Stadium bekommt dritte Tribüne

South Dublin County Council, der Eigentümer des Tallaght Stadiums, dem Heimstadion von Shamrock Rovers, lässt das Stadion um eine dritte Tribüne erweitern. Dass es entsprechende Pläne gibt, ist schon lange bekannt, und die notwendigen Haushaltsmittel wurden auch schon vor einigen Monaten bewilligt. Nun soll im Januar Baubeginn sein.

Bislang hat das Stadion eine Haupttribüne und eine Gegentribüne, die dritte Tribüne wird nun hinter eines der Tore gebaut. Damit soll die Kapazität des Stadions auf ca. 8000 Plätze wachsen und das Stadion dann groß genug für die UEFA Kategorie 4 sein, die für die Gruppenspiele der Champions League und Europa League gefordert ist (Dundalk hatte 2016 eine Ausnahmegenehmigung, um die Europa League-Gruppenspiele im eigentlich zu kleinen Tallaght Stadium auszutragen – eine solche Ausnahmegenehmigung wäre nach dem Ausbau nicht mehr notwendig).

Der Betrieb des Stadions soll während der Bauphase weitgehend normal laufen, Shamrock Rovers werden also nicht in ein anderes Stadion ausweichen müssen.

Drogheda United hat einen neuen Trainer

Seit dem Rücktritt von Pete Mahon vor rund zwei Wochen war der Trainerposten in Drogheda vakant, jetzt wurde ein Nachfolger gefunden. Ziemlich überraschend handelt es sich dabei um einen absoluten Neuling: Tim Clancy, bis zum Ende der abgelaufenen Saison noch Spieler bei Bray Wanderers, wird neuer Trainer in Drogheda. Als Unterstützung bekommt er einen Sportdirektor an die Seite gestellt. Diesen Posten bekommt Dave Robertson, der im April bei Sligo Rovers als Trainer gefeuert wurde. Ich bin mal gespannt, ob dieses Duo funktioniert. Die Beiden kennen sich auf jeden Fall schon, denn Clancy hat eine halbe Saison unter Robertson in Sligo gespielt.

Die erste Aufgabe für das Duo wird nun sein, einen Kader für die neue Saison zusammenzustellen. Aus dem 2017er Kader sind schon sieben Spieler abgewandert (drei davon zu Longford Town), und so langsam wird es wohl Zeit, diesen Exodus aufzuhalten und/oder Ersatz zu verpflichten.

Eckdaten der Saison 2018 stehen fest

Mit der Umstellung von einer Premier Division mit 12 Teams und einer First Division mit 8 Teams auf jeweils 10 Teams waren die Fragen zur neuen Saison, wie sieht das neue Format im Detail aus, wann geht die Saison los, wie sind die Auf- und Abstiegsregeln etc.

Viele dieser Fragen wurden heute offiziell beantwortet:

  • Die neue Saison beginnt am 11. Februar mit dem President’s Cup in Dundalk. Die Premier Division startet dann am 16. Februar, die First Division eine Woche später.
  • In der Premier Division werden vier Runden à 9 Spieltage gespielt, also 36 Spieltage, in der First Division drei Runden, also 27 Spieltage.
  • Der Letzte der Premier Division steigt direkt ab, der Erste der First Division steigt direkt auf.
  • Es gibt wieder Playoffs, diesmal in drei Runden: In Runde eins spielt der Dritte gegen den Vierten der First Division, in Runde zwei spielt der Sieger aus Runde eins gegen den Zweiten der First Division, und in der dritten Runde spielt der Sieger aus der zweiten Runde gegen den Vorletzten der Premier Division.
  • Das Ligapokalfinale findet am 15. September statt.
  • Die Saison endet mit dem FAI Cup-Finale am 4. November.

Der genaue Spielplan der nächsten Saison wird am 19. Dezember veröffentlicht.

Dundalk holt Patrick Hoban zurück

Dundalk hat heute drei Neuverpflichtungen vorgestellt, darunter Patrick Hoban, der in der Saison 2014 mit 20 Saisontoren Torschützenkönig wurde (gemeinsam mit Christy Fagan von St. Patrick’s Athletic) und damit maßgeblichen Anteil an Dundalks Meistertitel hatte. Nach der Saison 2014 war Hoban zu Oxford United in die englische League Two gewechselt, konnte aber in England nicht so richtig Fuß fassen und war seit dem Sommer diesen Jahres vereinslos. Jetzt kommt er also zurück nach Dundalk.

Die anderen zwei Neuverpflichtungen sind Stephen Folan, der von Absteiger Galway United kommt, und Dean Jarvis von Derry City. Folan ist für Galway schon der vierte bestätigte Abgang nach Colm Horgan (Cork City), Rory Hale (Derry City) und David Cawley (Sligo Rovers). Jarvis ist der dritte bestätigte Abgang für Derry City nach Barry McNamee und Aaron Barry (beide zu Cork City).

Trainer-Rücktritt in Drogheda

Pete Mahon, Trainer des Premier Division-Absteigers Drogheda United, ist heute zurückgetreten. Mahons Vertrag lief eigentlich bis Ende nächsten Jahres, aber er hat nun wohl die Konsequenzen aus der insgesamt enttäuschenden Saison gezogen, in der Drogheda zwischenzeitlich ein halbes Jahr lang kein einziges Ligaspiel gewinnen konnte und schließlich als Tabellenletzter abstieg. Nun muss sich der Verein auf die Suche nach einem Nachfolger machen.

Irland geht gegen Dänemark unter

1:5
(1:5 nach Hin- und Rückspiel)

Nach dem 0:0 im Hinspiel des WM-Playoffs brauchte Irland heute einen Sieg im Rückspiel, um sich für die WM zu qualifizieren. Und eigentlich lief zumindest der Beginn der Partie nach Plan. Irland ging in der 5. Minute durch einen Kopfballtreffer von Shane Duffy nach einem Freistoß in Führung und hatte in den darauffolgenden ca. 20 Minuten noch zwei, drei weitere Chancen, um die Führung auszubauen. Doch dann kam alles anders:
In der 29. Minute landete der Ball nach einer dänischen Ecke im irischen Tor, Verteidiger Cyrus Christie hatte ihn in einem verunglückten Rettungsversuch über die Linie befördert. Drei Minuten später wurde Irland klassisch ausgekontert, und Christian Eriksen traf zum 2:1 für Dänemark. Mit diesem Zwischenstand ging es in die Halbzeitpause.
Da Irland das Spiel nun drehen musste, wurde in der zweiten Hälfte, auch durch zwei Wechsel in der Halbzeit, das irische Spiel weiter nach vorne verlagert, was hinten Räume für die Dänen öffnete. Mit dem 3:1 für Dänemark in der 62. Minute, wieder durch Eriksen, war die Partie quasi gelaufen, es folgte noch Eriksens dritter Treffer zum 4:1 und ein von Niklas Bendtner verwandelter Elfmeter zum 5:1. Die Iren sind damit bei der WM nur Zuschauer.

Keine Tore im Hinspiel des WM-Playoffs

0:0

Irland musste heute zum Hinspiel des WM-Playoffs gegen Dänemark auswärts in Kopenhagen antreten. Ein Auswärtstor, oder noch besser ein Auswärtssieg, wären eine gute Ausgangsbasis für das Rückspiel gewesen, aber leider reichte es nur zu einem torlosen Unentschieden.

Irland stand defensiv gut, hatte aber wenig Ballbesitz (nur 32%) und brachte offensiv daher nicht viel zustande. Dänemark versuchte als Heimmannschaft das Spiel zu machen, es fehlten dazu aber die richtigen Ideen gegen die irische Abwehr. So war es ein recht unansehnliches Spiel mit wenigen Torchancen. Positiv ist anzumerken, dass es keine groben Fouls gab (es gab keine einzige gelbe Karte).

Fürs Rückspiel am Dienstag in Dublin ist also nach wie vor alles offen, beide Teams haben weiterhin die Hoffnung, zur WM fahren zu dürfen.