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Zweiter Meisterstern für Shamrock Rovers

Shamrock Rovers sind heute Abend quasi auf der Couch (oder wo auch immer sie Derrys Nachholspiel in Sligo geguckt haben mögen) zum 20. Mal irischer Meister geworden. Derry kam bei Sligo Rovers nicht über ein torloses Unentschieden hinaus, womit Shamrock Rovers nicht mehr einzuholen sind. Somit werden die Rovers zukünftig mit zwei Meistersternen über dem Vereinswappen auflaufen (pro 10 Titel ein Stern).

Im anderen Nachholspiel holte UCD bei Shelbourne einen Punkt, der eventuell im Abstiegskampf noch wertvoll sein könnte.

Sligo Rovers 0:0 Derry City
Shelbourne 1:1 UCD

Meisterschaft für Shamrock Rovers zum Greifen nahe

Shamrock Rovers haben gestern Abend gegen St. Patrick’s Athletic einen großen Schritt Richtung Meisterschaft gemacht. Das deutliche 4:1, kombiniert mit dem Unentschieden von Derry City gegen Shelbourne, bedeutet, dass die Rovers jetzt acht Punkte Vorsprung haben. Derry müsste jetzt seine drei verbleibenden Spiele alle gewinnen. Shamrock Rovers sind Meister, wenn:

  • Derry am Montag das Nachholspiel in Sligo nicht gewinnt oder
  • Shamrock Rovers am kommenden Wochenende nicht gegen Derry verlieren oder
  • Derry am letzten Spieltag gegen Dundalk nicht gewinnt oder
  • Shamrock Rovers am letzten Spieltag UCD schlagen oder
  • bei einem Unentschieden gegen UCD die bessere Tordifferenz vor Derry behalten.

Es muss also für Derry schon alles ideal laufen, um die Rovers noch abfangen zu können. Der Rovers-Sieg gegen St. Patrick’s Athletic hat aber auch etwas Positives für Derry: Damit ist Derry definitiv für den internationalen Wettbewerb qualifiziert.

Am unteren Tabellenende ist UCD durch einen Sieg gegen Drogheda United an Finn Harps vorbeigezogen, damit stehen die Harps jetzt auf dem direkten Abstiegsplatz.

Bohemians 2:2 Finn Harps
Derry City 1:1 Shelbourne
Dundalk 3:3 Sligo Rovers
UCD 2:1 Drogheda United
Shamrock Rovers 4:1 St. Patrick’s Athletic

Waterford sichert sich Platz 2 in der First Division

In der First Division ging es am letzten Spieltag nicht mehr um viel, nur noch um die Frage, wer in den Playoffs gegen wen antreten muss, da es zwischen Waterford und Galway United noch offen war, wer Zweiter und wer Dritter wird. Waterford hat sich nun mit einem Sieg gegen Athlone Town den zweiten Platz geholt, Galway musste sich nach einem 3:3 gegen Longford Town mit Platz drei begnügen. Damit trifft im Playoff Waterford auf Treaty United, Galway trifft auf Longford. Damit spielen Galway und Longford, diesen Spieltag mit eingerechnet, dreimal in Folge gegeneinander. Die Hinspiele der ersten Playoff-Runde finden am Mittwoch statt, die Rückspiele am kommenden Wochenende.

Derweil hat Tabellenführer Cork City die Saison standesgemäß mit einem Sieg gegen Bray Wanderers beendet. Die Partie wurde, wie zu erwarten war, nicht mehr mit voller Intensität geführt, aber der Sieg war dann trotzdem ein guter Abschluss. Einen guten Abschluss seiner Spielerkarriere bekam auch Cork Citys langjähriger Torhüter Mark McNulty, der diese Saison primär Torwarttrainer war, aber seine Spielerkarriere noch nicht offiziell beendet hatte. Der 42-jährige durfte noch mal für eine halbe Halbzeit zwischen die Pfosten und wurde dann mit stehendem Applaus verabschiedet.

Torschützenkönig der First Division wurde Waterfords Phoenix Patterson, der gegen Athlone noch einmal traf und mit 17 Treffern einen Treffer Vorsprung auf Stephen Walsh von Galway United hat.

Cork City 2:0 Bray Wanderers
Galway United 3:3 Longford Town
Treaty United 0:2 Wexford
Waterford 4:2 Athlone Town

Derry City und Shelbourne erreichen das Finale des FAI Cups

Heute Nachmittag fanden nacheinander die beiden Halbfinalpartien des FAI Cups statt. Den Anfang machte Derry City, das Treaty United zu Gast hatte und in dieser Begegnung klarer Favorit war. Entprechend der Favoritenrolle startete Derry auch und ging durch Treffer in der 8. und 16. Minute früh mit 2:0 in Führung. Zu dem Zeitpunkt sah es so aus, als ob Treaty sich eine Packung einfangen könnte. Gegen Mitte der ersten Halbzeit hatten die Gäste sich aber defensiv besser organisiert und ließen Derry nicht mehr so viele Räume. Etwas später bekam Treaty zu Recht einen Foulelfmeter und konnte zum 2:1 verkürzen. Für den Rest der ersten Hälfte und weite Strecken der zweiten Hälfte dominierte Derry das Spielgeschehen, konnte aber keinen weiteren Treffer landen. So blieb es beim 2:1, und Derry zieht ins Finale ein.

Im Finale wird Derry City dann am 13. November auf Shelbourne treffen. Shelbourne war in Waterford zu Gast, in einer Partie, in der die Favoritenrolle nicht so klar vergeben war. Doch in der ersten Hälfte war Shelbourne das bessere Team und führte zur Halbzeit durch einen Treffer in der 16. Minute mit 1:0. In der zweiten Hälfte war Waterford stärker, aber ohne daraus Kapital schlagen zu können. So blieb das Tor aus der ersten Hälfte der einzige Treffer, und Shelbourne steht im Finale.

Derry City 2:1 Treaty United
Waterford 0:1 Shelbourne

U19-Meisterschaft geht an St. Patrick’s Athletic

St. Patrick’s Athletic ist zum dritten Mal irischer U19-Meister. Ein 2:0 gegen Shelbourne sicherte einen Spieltag vor Schluss den Titel. Damit ist St. Patrick’s Athletic im nächsten Jahr der irische Kandidat für die UEFA Youth League, falls es einen Startplatz für Irland im Wettbewerb gibt. Der U17-Titel wurde heute ebenfalls entschieden. Er ging zum ersten Mal an Shelbourne, das sich mit einem 2:0 gegen Cork City die Meisterschaft in der Altersklasse sicherte. Die Entscheidungen in den Altersklassen U15 und U14 fallen dieses Wochenende noch nicht, sondern sind noch offen.

Weiter enges Rennen um Platz 3

An diesem Wochenende gibt es in der Premier Division nur drei Begegnungen, da Derry City und Shelbourne am Sonntag ihre Halbfinalspiele im FAI Cup haben. In der Liga aktiv waren gestern Abend aber unter Anderem Dundalk und St. Patrick’s Athletic, die sich ein enges Rennen um Platz 3 liefern. Der Platz ist deswegen wichtig, weil nicht garantiert ist, dass Derry den FAI Cup gewinnt und damit Platz 4 für den internationalen Wettbewerb reicht*. Sowohl Dundalk als auch St. Patrick’s Athletic gewannen ihre Partien, daher trennt die beiden weiterhin ein Punkt und die um ein Tor bessere Tordifferenz von Dundalk.

St. Patrick’s Athletic 3:1 Bohemians
Finn Harps 1:2 Dundalk
Drogheda United 1:1 Shamrock Rovers

Cork City verliert in Athlone

War es der Hangover von den Aufstiegsfeiern, oder war es die Tatsache, dass Cork City gestern mehreren Spielern mit wenig Spielpraxis eine Chance gab? Jedenfalls hat Cork City in Athlone eine 2:3-Niederlage kassiert, obwohl man früh mit 2:0 führte. Relevant ist dieses Ergebnis allerdings allenfalls für die Statistiken, ebenso wie der deutliche Sieg vom Tabellenletzten Cobh Ramblers bei Bray Wanderers.

Athlone Town 3:2 Cork City
Wexford 0:0 Galway United
Bray Wanderers 1:5 Cobh Ramblers

* Gegebenenfalls reicht Platz 4 auch, wenn Treaty United den Cup gewinnt, da Treaty wahrscheinlich aufgrund der Dreijahresregel nicht zur Teilnahme an den UEFA-Wettbewerben berechtigt ist.

Declan Devine wird neuer Trainer bei Bohemians

Rund anderthalb Monate nach der Trennung von Keith Long haben Bohemians einen neuen Trainer gefunden: Declan Devine bekommt einen Zweijahresvertrag. Devine war zuletzt bei Derry City tätig, wo er im April letzten Jahres gehen musste. Devine übernimmt ab Montag, für das heutige Spiel zeichnet noch einmal das Interimsteam von Derek Pender und Trevor Croly verantwortlich.

Weiter kein Tor für Shamrock Rovers in der Conference League-Gruppe

0:2

Nach zwei Auswärtsspielen hatten Shamrock Rovers gestern Abend am vierten Spieltag der Conference League wieder ein Heimspiel. 5860 Zuschauer waren gekommen, um die Rovers gegen Molde FK zu sehen. Im Vergleich zum Spiel in Molde letzte Woche hatten Rovers eine stärkere Startformation aufgestellt und starteten daher stärker. Das erste Tor machten dann aber trotzdem die Norweger in der 32. Minute – wobei das Tor eigentlich wegen einer deutlichen Abseitsposition nicht hätte zählen dürfen. Aber da es in der Conference League keinen VAR gibt, zählte es nun mal, und die Rovers liefen wieder einmal einem Rückstand hinterher. Diesmal blieben sie aber besser im Spiel, und es dauerte bis zur 68. Minute, bis Molde mit dem zweiten Tor die Vorentscheidung schaffte. Kurze Zeit später brachte Aaron Greene den Ball für Shamrock Rovers im Tor unter, aber diesmal wurde die Abseitsstellung gesehen und das Tor nicht gegeben. Damit verloren Shamrock Rovers mit 0:2, haben weiterhin nur einen Punkt und kein Tor auf dem Konto und scheiden damit nach der Gruppenphase aus. Bereits für die nächste Runde qualifiziert ist dagegen Djurgardens IF nach einem 4:2-Sieg gegen KAA Gent. Gent und Molde streiten sich damit um den verbleibenden Platz in der nächsten Runde.

PlatzTeamSpieleT+T-TDPunkte
1. Djurgardens IF484410
2. Molde FK47347
3. KAA Gent45504
4. Shamrock Rovers408-81
Conference League Gruppe F

Cork City und die Munster Football Association einigen sich auf Mietvertrag für die nächsten 20 Jahre

Cork City und die Munster Football Association, die Eigentümer des „Turner’s Cross“-Stadions ist, haben sich, wie gestern bekannt gegeben wurde, auf einen langfristigen Mietvertrag für das Stadion geeinigt. Langfristig bedeutet in diesem Fall für die nächsten 20 Jahre. Bislang hatte es immer nur kurze Verträge gegeben, was auch dazu führte, dass Cork City keine öffentlichen Gelder für die Verbesserung der Stadioninfrastruktur beantragen konnte. Der neue Vertrag ermöglicht es dem Verein und der Munster FA nun, gemeinsam auf Modernisierungen hin zu arbeiten und gemeinsame Anträge für Förderungen zu stellen. Die ersten Modernisierungsschritte sollen offenbar eine Renovierung des Umkleidekabinentrakts und ein Umbau der Flutlichter auf LED-Technik sein.

Was in diesem Zusammenhang nicht thematisiert wurde, ist, dass vor knapp zwei Jahren eine Übernahme des Vereins durch Grovemoor Ltd vorläufig scheiterte, weil damals keine Einigung über die langfristige Nutzung des Stadions erzielt werden konnte. Der damalige Eigentümer von Grovemoor, Trevor Hemmings, war aber weiter am Verein interessiert. Hemmings verstarb jedoch im Herbst 2021, so dass dann eine Zeit lang unklar war, ob die Erben das weiterverfolgen. Im Frühjahr dieses Jahres wurde aber vom Vereinsvorsitzenden bestätigt, dass weiter Gespräche mit Grovemoor geführt werden. Jetzt, da die langfristige Nutzung des Stadions gesichert ist, könnte das Thema Übernahme also wieder konkreter werden.

Irlands Frauen qualifizieren sich erstmals für WM

0:1

Aus gegebenem Anlass schreibe ich heute mal über den Frauenfußball: Irland hat sich heute Abend zum ersten Mal für eine Frauen-WM qualifiziert. Mit einem 1:0-Sieg im Playoff gegen Schottland löste das Frauennationalteam das begehrte Ticket, um im nächsten Jahr in Australien und Neuseeland an der WM teilzunehmen.

Das Playoff hatten die irischen Frauen als Gruppenzweite ihrer Qualifikationsgruppe hinter Schweden und vor den EM-Teilnehmerinnen aus Finnland erreicht. Heute in Schottland ging es in einem Spiel (kein Hin- und Rückspiel) dann um alles oder nichts.

Irland hatte die ersten Halbchancen im Spiel, doch in der 12. Minute sah es so aus, als würde der Matchplan über den Haufen geworfen: Schottland bekam einen Handelfmeter zugesprochen, nachdem eine irische Verteidigerin den Ball aus kurzer Distanz an den Arm bekam. Unglücklich, aber kann man geben. Doch Torhüterin Courtney Brosnan, die heute insgesamt eine sehr gute Partie spielte, hatte die Schützin ausgeguckt und parierte den Elfer. Nach knapp einer halben Stunde hatten die Irinnen den Ball im schottischen Tor untergebracht, aber es zählte nicht: Ein langer Einwurf von Megan Campbell landete im Tor, ohne dass eine andere Spielerin dran war, und ein geworfenes Tor zählt nun mal nicht. Campbells lange Einwürfe in den Strafraum (die viele Männer nicht besser hinbekommen würden) sorgten in der ersten Hälfte mehrfach für Chancen auf irischer Seite, aber es blieb zur Halbzeit beim 0:0. In der zweiten Hälfte verlegte sich Irland mehr aufs Verteidigen und Kontern, was dann schließlich auch zum Erfolg führte: Nach einer Balleroberung in der Defensive schickte Denise O’Sullivan in der 72. Minute die kurz zuvor eingewechselte Amber Barrett, die das Laufduell gegen ihre Gegenspielerin gewann und den Ball cool an der schottischen Torhüterin vorbei flach ins lange Eck rollte – Führung für Irland! In den verbleibenden rund 20 Minuten warfen die Schottinnen mehr und mehr alles nach vorne, kamen aber durch die irische Defensive nicht entscheidend durch. Damit gewann Irland das Spiel und fährt zum ersten Mal überhaupt zu einem großen Turnier.

Dieser Erfolg ist etwas, das sich in den letzten Jahren so langsam angebahnt hat. Unter dem vorigen Nationaltrainer Colin Bell (2017 bis 2019 im Amt) und dann insbesondere unter der aktuellen Nationaltrainerin Vera Pauw hat sich das Frauenteam in den letzten 4-5 Jahren deutlich weiterentwickelt, und so war es früher oder später zu erwarten, dass die Qualifikation für ein großes Turnier mal erreicht werden würde. Mal schauen, was die Frauen nun nächstes Jahr bei der WM zeigen.

Schwere Qualifikationsgruppe für die EM 2024

In der Auslosung der Qualifikationsgruppen für die EM 2024 hat Irland heute nicht gerade Losglück gehabt, sondern eine schwere Gruppe erwischt. Mit den Niederlanden und Frankreich aus Topf 1 und 2 gibt es zwei klare Favoriten auf die ersten beiden Plätze, die zur EM qualifizieren würden. Irland (aus Topf 3) müsste also einen der beiden hinter sich lassen, was keine leichte Aufgabe wird. Aus Topf 4 gab es dazu Griechenland, was wohl auch nicht gerade der leichteste Gegner aus diesem Topf war. Aus Topf 5 komplettiert Gibraltar die Gruppe.

Gegen die Niederlande hat Irland bislang (wenn ich mich nicht verzählt habe) 22 Mal gespielt, mit einer Bilanz von 7 Siegen, 4 Unentschieden und 11 Niederlagen. Der letzte Sieg gegen die Niederlande war in einem Freundschaftsspiel im Jahr 2004, der letzte Pflichtspielsieg in einem WM-Qualifikationsspiel im September 2001.

Frankreich war bislang 17 mal Gegner Irlands, bei einer Bilanz (aus irischer Sicht) von 4 Siegen, 4 Unentschieden und 8 Niederlagen. Der letzte Sieg gegen Frankreich liegt lange zurück und datiert aus einem WM-Qualifikationsspiel im Oktober 1981.

Erstaunlicherweise hat Irland gegen Griechenland bislang nie ein Pflichtspiel bestritten, es gab lediglich drei Freundschaftsspiele (ein Unentschieden, zwei Siege für Griechenland).

Gibraltar schließlich scheint für Irland zur Stammkundschaft in der EM-Qualifikation zu werden. Bereits in den Qualifikationen zu den letzten beiden Europameisterschaften war Gibraltar in der irischen Gruppe, die irische Bilanz ist dabei mit vier Siegen makellos.

Niederlande
Frankreich
Irland
Griechenland
Gibraltar
EM-Qualifikationsgruppe B