Shamrock Rovers haben heute auf Twitter bekannt gegeben, dass Graham Burke dem Verein über das Ende seiner Ausleihe hinaus erhalten bleibt. Das war bislang noch offen, da Burkes Vertrag mit Preston North End, von wo er ausgeliehen ist, im Sommer endet.
Burke war im Sommer 2018 von Shamrock Rovers zu Preston gewechselt, für eine Ablösesumme von angeblich rund 300000€ (offiziell bestätigt wurde die Summe glaube ich nie). Er bekam in Preston einen Dreijahresvertrag und kam im ersten halben Jahr des Vertrags dort auch zu Einsätzen in der englischen Championship. Das nächste halbe Jahr wurde er zu Gillingham FC in die League One ausgeliehen, und im Sommer 2019 kam er auf Leihbasis zurück zu Shamrock Rovers. Die Leihe wurde nach und nach verlängert und läuft nun bis zum Ende seines Vertrags in Preston im Sommer dieses Jahres. Danach bekommen Shamrock Rovers ihn offensichtlich ablösefrei zurück und haben mit ihm nun einen Vorvertrag abgeschlossen, damit er die nächsten drei Jahre bleibt. Shamrock Rovers verhindern damit, dass sie nach Jack Byrne (ablösefrei zu APOEL Nikosia) und Aaron McEneff (zu Hearts of Midlothian, Ablöse ca. 200000€) einen weiteren Stammspieler verlieren.
Die erste Trophäe der neuen Saison geht an Dundalk. Gestern Abend gewann Dundalk bei Shamrock Rovers den President’s Cup im Elfmeterschießen.
Bei unangenehmen Bedingungen (Regen und Wind) trafen der Meister und der Pokalsieger der letzten Saison aufeinander. Auf beiden Seiten standen einige Neuzugänge auf dem Platz, pikanterweise bei Rovers unter anderem die von Dundalk gekommenen Sean Gannon und Sean Hoare. Es entwickelte sich in der ersten Halbzeit ein Spiel in etwa auf Augenhöhe, auch wenn Shamrock Rovers etwas besser aussahen. Das erste Tor der Partie aber erzielte Dundalk kurz vor der Halbzeitpause: Neuzugang Sonni Nattestad, im Winter von B36 Torshavn zu Dundalk gewechselt, verwandelte in der 42. Minute einen Eckball per Kopf zur Pausenführung für seinen Verein.
Nach der Pause war es mit der Führung schnell wieder vorbei: Liam Scales traf in der 47. Minute zum Ausgleich. In der 58. Minute wurde es dann etwas hitzig: Ein robustes Tackling von Nattestad gegen Graham Burke führte zu einer Rudelbildung, und der Schiedsrichter musste zu den Karten greifen. Glatt rot für Nattestad (gelb wäre meiner Ansicht nach auch ok gewesen) und eine Handvoll gelber Karten, einschließlich einer für Rovers-Trainer Stephen Bradley. Anschließend beruhigte sich die Partie wieder, Dundalk hielt in Unterzahl das 1:1, und da es im President’s Cup keine Verlängerung gibt, ging es nach 90 Minuten direkt ins Elfmeterschießen.
Im Elfmeterschießen wurde dann Dundalks neuer Torhüter Alessio Abibi zum Matchwinner, da er die Elfmeter von Rory Gaffney und Roberto Lopes parierte. Außerdem verschossen Graham Burke für Shamrock Rovers sowie Greg Sloggett und Andy Boyle für Dundalk (alle übers Tor). Dundalk hat damit zum dritten Mal nach 2015 und 2019 den President’s Cup.
Etwas überraschend hat Dundalk vorgestern in einer Pressekonferenz einen Tausch von Rollen und Verantwortlichkeiten im Trainerstab bekannt gegeben. Ich nehme an, das ist eine Konsequenz aus einem Problem, das Dundalk in der Europa League im Dezember eine Strafe von 50000€ gekostet hat.
Im August hatte Dundalk Filippo Giovagnoli als neuen Trainer verpflichtet. Giovagnoli hat allerdings bislang keine UEFA-Pro-Lizenz. Da aber der Scout Shane Keegan diese Lizenz besitzt, war man wohl der Ansicht, damit die Bedingung erfüllt zu haben, was in der Liga bislang auch so akzeptiert oder toleriert wurde. Bei der UEFA hatte Dundalk Shane Keegan als „Head Coach“ gemeldet. Das ging bis zum dritten Gruppenspiel der Europa League gut, als Giovagnoli sich an der Seitenlinie eine gelbe Karte einfing. Da fiel den UEFA-Verantwortlichen offenbar auf, dass es nicht Keegan, sondern Giovagnoli war, der an der Seitenlinie die Anweisungen gab. Und der hat eben nicht die erforderliche Lizenz. Folge davon war, dass die UEFA eine Untersuchung wegen „Shadow coaching“ einleitete und im Dezember eine Sperre gegen Giovagnoli aussprach und dem Verein die oben erwähnte Strafe von 50000€ aufbrummte.
Trotz dieser Problematik bekam Giovagnoli im Dezember eine Vertragsverlängerung als „Head Coach“, zumindest wurde es so kommuniziert. In der Pressekonferenz diese Woche war er dann plötzlich nur noch „Coach“, während Shane Keegan nun „Team Manager“ ist. Auf Nachfragen wurde dann auch bestätigt, dass die Verantwortung nun bei Keegan liegt. Ob sich das in der Praxis dann auch so bestätigt oder ob es an der Seitenlinie dann doch wieder Giovagnoli ist, wird man wohl schon morgen beim President’s Cup sehen.
Die FAI hat heute bekannt gegeben, dass die Streamingplattform WatchLOI, die letzten Sommer gestartet wurde, vorerst bis Juni weiterbetrieben wird. WatchLOI war gestartet worden, da coronabedingt wie in den meisten anderen Ländern auch in Irland keine Fans mehr in die Stadien durften, was nach wie vor der Fall ist. Die Fortsetzung war trotzdem fraglich, weil die Abonnentenzahlen nicht so hoch waren wie erhofft. Jetzt geht es also erst mal bis Juni weiter.
Wie in der letzten Saison wird WatchLOI keine Spiele der First Division oder der Women’s National League streamen. Um diese jetzt auch zu bedienen, wird es eine weitere Streamingplattform namens LOITV geben. Im Gegensatz zu WatchLOI, das durch Zusammenarbeit mit dem Fernsehsender RTÉ mit klassischen Fernsehkameras produziert wird, wird LOITV auf automatische, KI-gesteuerte Kameras setzen und daher wohl deutlich günstiger zu produzieren sein. Das KI-gesteuerte Kamerasystem wird dabei das gleiche sein, das letztes Jahr bei einem Spiel der schottischen Championship für internationale Schlagzeilen gesorgt hat, da es immer wieder statt auf den Ball auf die Glatze eines Linienrichters fokussiert hat. Ich hoffe mal, das funktioniert hier besser…
Nach Abschluss des Lizenzvergabeprozesses wurde Treaty United heute als zehntes Team in der First Division bestätigt. Sonderlich überraschend war das jetzt nicht mehr, da Treaty United kürzlich schon Tommy Barrett als Trainer vorgestellt hatte. Die eigentlichen Fragen, die noch im Raum standen, waren, ob es weitere Neueinsteiger gibt und ob die zweite Mannschaft von Shamrock Rovers weiterhin dabei ist. Beides ist nun mit „Nein“ zu beantworten, wobei es wohl durchaus weitere Bewerber gab, die aber offenbar keine Lizenz erhalten haben.
Damit wird auch kein neuer Spielplan nötig, sondern Treaty United wird in dem kürzlich veröffentlichten Spielplan auf den „TBC“-Platzhalter gesetzt. Bei noch fünf verbleibenden Wochen bis zum ersten Spieltag der First Division hat Treaty nun nur wenig Zeit, um einen Kader zusammenzustellen. Ich gehe allerdings davon aus, dass sie schon im Vorfeld bei verschiedenen Spielern angeklopft haben. Spielen wird Treaty United übrigens im Markets Field in Limerick.
Wie angekündigt wurde heute der Spielplan für die First Division veröffentlicht. Allerdings ist es ein vorläufiger Spielplan, basierend auf einer Liga mit 10 Mannschaften und drei Runden, also 27 Spieltagen. Von den 10 Mannschaften sind aber nur 9 namentlich genannt, an zehnter Position steht „TBC“ (=to be confirmed), da der Lizenzierungsprozess noch nicht abgeschlossen ist. Die Entscheidung über die Lizenzen wird erst in ca. zwei Wochen erwartet. Entsprechend kann sich der Spielplan noch ändern. Im einfachsten Fall wird „TBC“ durch einen konkreten Namen ersetzt, aber falls es noch mehr erfolgreiche Neuanträge gibt, kann der Spielplan sich auch insgesamt noch ändern.
Was ich für am Wahrscheinlichsten halte, ist, dass Treaty United an die „TBC“-Stelle eingesetzt wird. Shamrock Rovers II wäre dann nach nur einer Saison wieder raus aus der Liga.
Ein weiteres Szenario wäre, dass weder Treaty United noch ein anderer Verein mit einem Neuantrag erfolgreich ist. In dem Fall würde vermutlich Shamrock Rovers II den „TBC“-Platz füllen.
Ein drittes Szenario wäre, dass noch weitere Neuanträge erfolgreich sind. In dem Fall würde es wohl einen komplett neuen Spielplan mit 12 Mannschaften geben. Mehr als 12 Mannschaften kann man mit ziemlicher Sicherheit ausschließen.
Tommy Barrett wurde gestern als Trainer von Treaty United vorgestellt. Warum schreibe ich das hier und wer ist Treaty United?
Um diese Frage zu beantworten, müssen wir etwas über ein Jahr zurückgehen. Im Dezember 2019 war Limerick FC insolvent, und es sah danach aus, dass der Verein liquidiert werden würde. In dieser Situation schlossen sich einige Interessenten zusammen, um einen neuen Verein zu gründen, der Limerick in Zukunft in der League of Ireland, den nationalen Jugendligen und im Frauenfußball vertreten sollte. Als Name für diesen neuen Verein hatte man sich zunächst für „Limerick United“ entschieden und die Aufnahme in die Jugendligen und die Women’s National League beantragt. Aber der „alte“ Limerick FC war nicht liquidiert worden, bemühte sich ebenfalls um eine Lizenz für die League of Ireland und die Jugendligen, was zum Spielplanchaos vor Beginn der vergangenen Saison führte. Außerdem, und das wurde für den neuen Verein zum Problem, hatte Limerick FC sich auch den Namen Limerick United als Marke eintragen lassen und drohte mit einer Klage wegen Markenrechtsverstoß gegen den neuen Verein.
Wappen von Treaty United
Um den Weg vor die Gerichte zu vermeiden, entschloss sich daher der neue Verein, sich einfach umzubenennen. Aus Limerick United wurde Treaty United. Klingt erst mal etwas merkwürdig: Woher kommt der Name Treaty United? Der Name nimmt Bezug auf die Bezeichnung „Treaty City“ für Limerick, und diese Bezeichnung wiederum kommt daher, dass Limerick im Jahr 1691 Ort des Vertrags von Limerick war, der den Krieg der zwei Könige (1688-1691) beendete. Also steckt ein bisschen irische Geschichte in dem Namen.
Treaty United trat in der vergangenen Saison schlussendlich nicht in der League of Ireland oder den männlichen Jugendligen an, sondern ausschließlich im Frauenfußball, nämlich in der Women’s National League und der weiblichen U17-Liga. Limerick FC trat in den männlichen Jugendligen an (aber nicht in allen).
Zur Saison 2021 ist Treaty United nun einer von mehreren Vereinen, die eine Lizenz für die First Division beantragt haben und letzte Saison nicht dabei waren. Und damit schließt sich der Bogen zu der Frage, warum ich hier darüber schreibe: Die Verpflichtung von Tommy Barrett als Trainer lässt darauf schließen, dass Treaty United mit dem Lizenzantrag erfolgreich sein könnte. Tommy Barrett war in den Spielzeiten 2018 und 2019 Trainer bei Limerick FC, hat also Erfahrung als Trainer in der League of Ireland.
Der Spielplan der First Division soll am Montag rauskommen. Dann wird man sehen, ob Treaty United draufsteht und ob Shamrock Rovers II dafür wieder raus ist oder drin bleibt. Auch ob eventuell noch ein anderer der Vereine, die Interesse angemeldet haben, dabei sein wird, wird man dann wohl sehen.
Waterford hat aufgrund der aktuellen coronabedingten Einschränkungen die U19 aus der UEFA Youth League zurückgezogen. Das gab der Verein heute auf Twitter bekannt. Letzte Woche hatte ich in meinem Beitrag zur Auslosung schon geschrieben, dass ich noch Zweifel hatte, ob die ausgeloste Begegnung tatsächlich am geplanten Termin gespielt werden kann. Das hat sich nun bewahrheitet.
Unter den derzeitigen Einschränkungen kann im Jugendbereich kein Mannschaftstraining stattfinden, und Auslandsreisen sind auch stark eingeschränkt. Waterford hat versucht, mit der FAI und den zuständigen Behörden eine Lösung zu finden, das war jedoch offenbar nicht erfolgreich. Also blieb dem Verein leider keine andere Möglichkeit als die Mannschaft aus dem Wettbewerb zurückzuziehen.
Der Spielplan für die Premier Division 2021 wurde heute veröffentlicht. Trotz des im Vergleich zu den Vorjahren späteren Starttermins (19. März) wird eine volle Saison mit 36 Spieltagen ausgetragen. Der spätere Start wird zum Einen dadurch kompensiert, dass die Saison auch später endet, zum Anderen wird der Ligapokal dieses Jahr ausgesetzt.
Eine Woche vor dem Start der Liga ist am 12. März der President’s Cup angesetzt. Shamrock Rovers werden dabei das Heimrecht haben.
Der Spielplan für die First Division soll nächsten Montag veröffentlicht werden.
Fast ein halbes Jahr später als normalerweise üblich wurde gestern die erste Runde der UEFA Youth League 2020/21 ausgelost. Mit im Topf war Waterford als U19-Meister der Saison 2019. Und die Auslosung ergab, dass Waterford auswärts antreten muss, beim schwedischen Vertreter Hammarby IF. Die Spiele der ersten Runde sollen am 2./3. März stattfinden.
Hammarby IF – Waterford FC
Angesichts weiter bestehender und zum Teil verschärfter Corona-Einschränkungen bin ich noch nicht so recht überzeugt, dass tatsächlich an dem Datum gespielt wird und dass die Mannschaft sich auch trainingsmäßig angemessen vorbereiten kann, aber bis dahin ist noch etwas Zeit.